Betuwe

Eltener starten Unterschriften-Aktion

Die Eltener wollen, dass der Sportplatz hier bleibt.

Die Eltener wollen, dass der Sportplatz hier bleibt.

Foto: www.blossey.eu

Elten.   Auch eine Online-Petition gegen die aktuelle Betuwe-Planung wurde gestartet. 23 Bürger engagieren sich und stellen fünf Forderungen. Am 11. Februar soll der Rat sich nochmal mit dem Thema befassen.

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In Elten bekommt die Betuwe Bewegung. Genauer gesagt sind es die Menschen, die sich jetzt verstärkt regen. Unter dem Motto „Bergrettung Elten“ starten engagierter Bürger eine umfangreiche Aktion: Sie wollen das Ankratzen des Berges sowie die Verlegung der Sportplätze wie berichtet verhindern. Nach der Versammlung am Freitag kam es am Montagabend zu einem Organisationstreffen im Vereinsheim von Fortuna Elten.

„23 Leute haben sich bereit erklärt, in Elten von Tür zu Tür zu gehen und Unterschriften für unsere Interessen zu sammeln“, erklärt Rüdiger Helmich, Sprecher der Baumfreunde Emmerich, die zu der Veranstaltung Freitag geladen hatten. Längst ist die Aktion nicht mehr nur eine Aktion der Baumfreunde.

Fabian Wehren hat zudem eine Online-Petition eingerichtet. Diese ist zu finden unter www.openpetition.de/petition/online/betuwe-linie-rettet-den-eltenberg. Sie läuft noch 88 Tage. Auf dieser Seite können Interessierte die Prüfung der Variante von Johannes ten Brink unterstützen. Ferner können Pro- und Contra-Argumente oder einfach nur Kommentare hinterlassen werden. Alle Unterzeichner der Petition werden zudem namentlich genannt bzw. man kann sehen, wer anonym unterschrieben hat – und hier ist schon eine lange Liste zu sehen. Es wird ein Ziel von 1000 Unterschriften genannt, was allerdings ein selbst gestecktes Ziel ist.

Unterschrift auf Papier oder Online – „Jung und Alt sind alle im Boot“, bilanziert Rüdiger Helmich. Gegen die Abgrabung des Eltener Berges und für die Alternativlösung des pensionierten Bahn-Ingenieurs Johannes ten Brink (CDU), nämlich die neue B 8 über das vorhandene Gleisbett zu bauen und die Schienen süd-westlich (die NRZ berichtete) neu zu verlegen, hat die Gruppe außerdem einen Fünf-Punkte-Plan aufgestellt, wie Jürgen Lentjes aus Elten berichtet, einer der Aktiven. Es handelt sich um Forderungen an die Stadt Emmerich, Straßen NRW und die Deutsche Bahn AG. Das sind die fünf Punkte in Wortlautzitaten:
Wir wollen unseren Eltenberg nicht teilweise einbetoniert haben. Die B 8 soll nicht in den Berg, sondern auf das vorhandene Gleisbett gebaut werden!
Wir wollen, dass die Sportplätze unserer Eltener Vereine erhalten bleiben, damit diese nicht in eine finanzielle Notlage geraten durch unnötige Neubauten!
Wir wollen verhindert wissen, dass die Anwohner an der Zevenaarer Straße einen Kreisverkehr mit hoher Geräuschbelastung durch Lkw direkt vor ihre Haustür bekommen!
Wir wollen, dass die einmalige Chance, eine Ortsumgehung durch eine Verlängerung der neuen B 8 an den Sportplätzen vorbei, bis in Höhe Feldhausener Weg zu bekommen, genutzt wird!
Wir wollen, dass die Chance, durch eine geänderte Planung der Baumaßnahmen, den bereits in Aussicht genommenen Bahn-Haltepunkt-Elten bald zu bekommen, benutzt wird!

2,7 Mio. Euro für Sportplatz: „Utopie!“

In der Ratssitzung am 11. Februar sollen die bis dahin gesammelten Unterschriften der Stadt überreicht werden, so Helmich: „Wir bemühen uns, dass die Betuwe-Planung Elten da nochmal Tagesordnungspunkt wird.“ Die Eltener wollen erreichen, dass die Politiker ihren bereits gefassten Ratsbeschluss überdenken.

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