Comedy

Emmerich: Comedy-Show NightWash sorgte für gute Laune

Führte wieder durch den Abend: Cüneyt Akan.

Führte wieder durch den Abend: Cüneyt Akan.

Foto: Konrad Flintrop

Emmerich.  Stand-Up-Comedy-Show NightWash im Stadttheater Emmerich sorgte für gute Laune. Vier Künstler standen am Samstagabend auf der Bühne.

Schnellwaschgang. Das erwartete die Besucher der Live-Show NightWash am Samstagabend. Die Stand-Up Comedy Show gehört zu einer der wichtigsten Organisationen in der Szene, da diese immer wieder neuen Gesichtern eine Bühne bietet. Bereits vielen bekannten Künstlern wie Mario Barth oder Caroline Kebekus bot NightWash ein Karrieresprungbrett. Immer in einer charakteristischen Location: einem Waschsalon. Dieser wurde am Samstagabend einfach gegen die Bühne des Stadttheaters in Emmerich getauscht, um einige der Newcomer auch hierher an den Rhein zu bringen.

Der Moderator der Veranstaltung, Cüneyt Akan, begrüßte die vielen Besucher jeglichen Alters, die da waren und versprach eine sehr bunte Show. Der erste der vier Künstler des Abends war David Grashoff, der die Zuschauer an seinem Alltag teilhaben ließ. So erzählte er mitunter von seinen Kindern, die ihn gelehrt hätten, dass die Pubertät „ein im Zimmer liegen und vor sich hinstinken“ sei. Auch vor dem „Unter der Gürtellinie“ machte der 47-Jährige keinen Halt, indem er von seiner smartphonelosen Jugend erzählte, in der er die Unterwäscheseite im Otto-Katalog das erotischste war, das den Teenagern geboten wurde.

„Pro Stunde weniger verdient als eine Parkuhr“

Weiter ging das Programm mit weiblicher Würze durch Ingrid Wenzel. Die Künstlerin aus Berlin berichtete über ihre Zeit als Angestellte auf der Aida, in der sie „pro Stunde weniger als eine Parkuhr“ verdiente. Die 27-jährige Negah Amiri, die sich auf Grund ihres Vornamens nicht mal traue, einen Kaffee bei Starbucks zu bestellen, sorgte für weitere Lacher.

Hier gibt es mehr Artikel aus Emmerich, Rees und IsselburgAus dem Iran nach Deutschland gekommen, thematisierte diese ihre Integration, die nicht leicht gewesen sei, da sich in Deutschland „alle 400 Kilometer fünfmal das Wort für Brötchen“ ändere. Zwischendurch meldete sich immer wieder der Moderator zu Wort, der vor allem die Welt rund um die Liebe nicht verschonte. Letztlich kam dieser zu dem Schluss, dass Frauen wie Smartphones seien, da diese ebenfalls immer deinen Standort wüssten, wobei Männer wie alte Nokia Handys seien: einfach gestrickt.

Wieso Frauen abgeschminkt aussehen wie Wendler

Das Schlusslicht der Show bildete Tobias Rentzsch, der sich über seine Rechtschreibschwäche echauffierte. So wäre er beim Amt gefragt worden, ob er statt Umzugsunterlagen nicht eher einen Asylantrag stellen wolle. All das und noch vieles mehr schenkte den Zuschauern eine Menge Schenkelklopfer, sowie gute Laune. Ob Frauen abgeschminkt aussehen wie der Wendler und wieso Putin eine Schwäche für selbst gemachte Marmelade hat, waren die Gedanken, mit denen die Besucher die Show verließen.

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