Schulsozialarbeit

Emmerich: Eine wichtige Ansprechpartnerin bei Problemen

Die neue Schulsozialarbeiterin Vanessa Heeks hat für die Probleme der Schüler an der Liebfrauenschule stets ein offenes Ohr.

Die neue Schulsozialarbeiterin Vanessa Heeks hat für die Probleme der Schüler an der Liebfrauenschule stets ein offenes Ohr.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Emmerich.  Vanessa Heeks ist Schulsozialarbeiterin an der Emmericher Liebfrauenschule. Hier unterstützt, fördert und hilft sie Kindern bei Problemen.

Kinder sollen sich in der Schule wohlfühlen. „Denn das ist die Basis dafür, dass das Kind hier auch gut lernen kann“, weiß Judith Flegel. Die Rektorin der Liebfrauenschule weiß auch: Nicht immer sind Kinder mit sich im Reinen. Probleme plagen sie. Familiär oder auch schulisch. Und hier kann nun schon seit längerer Zeit die Schulsozialarbeit ansetzen.

„Das Wohle des Kindes steht bei dieser im Fokus“, sagt Vanessa Heeks. Die Kleverin ist seit November vergangenen Jahres als Schulsozialarbeiterin an der Liebfrauenschule aktiv – und auch in Eltern an der Luitgardisschule ist die studierte Kindheitspädagogin im Einsatz.

Schulsozialarbeiterin leistet viel präventive Arbeit

Finanziert durch den Schulträger, der Stadt Emmerich, und eingesetzt an den Schulen durch den Arbeitgeber, der Katholischen Waisenhausstiftung, leistet Heeks an den Emmericher Bildungseinrichtungen mit insgesamt sechs weiteren Kollegen einen wichtigen Job. Und das in vielfältiger Art und Weise.

„Ich leiste viel präventive Arbeit“, erklärt die Schulsozialarbeiterin. Mal arbeitet sie mit einem Kind einzeln, mal in der Gruppe. Mal stößt die Projekte an, mal wohnt sie dem Unterricht bei – hilft hier, beobachtet. „In der Regel ist es so, dass es in jeder Klasse ein, zwei Kinder gibt, die die Unterstützung unserer Schulsozialarbeiterin benötigen“, so Judith Flegel, die froh ist nach Phasen, in denen sie nicht auf dieses Angebot zurückgreifen konnte, nun wieder regelmäßig eine Schulsozialarbeiterin an der Schule zu haben.

Eltern und auch Lehrer werden bei Problemen mit ins Boot geholt

Wichtig: Vanessa Heeks arbeitet nicht nur mit den Kindern. Auch die Lehrer und Eltern sind mit im Boot. So bietet sie etwa – und das als freiwilliges, wie kostenfreies Angebot – Beratung hinsichtlich des Bildungs- und Teilhabepaketes an. „Ich vermittel aber auch an andere, auswärtige Institutionen, die in verschiedenen Fällen helfen können“, so Heeks.

Die Schulsozialarbeiterin ist – quasi als neutrale Person des Schulalltags – Ansprechpartnerin für die Schüler. „Manches Kind kommt nur einmal zu mir. Ein anderes begleite ich vielleicht ein halbes Jahr“. Die Probleme der Kinder, sind dabei unterschiedlich.

Heeks hilft bei Streitigkeiten und Trauerfällen

Das können Streitigkeiten mit den Eltern sein oder den Klassenkameraden. Aber auch Trauerfälle innerhalb der Familie, die Heeks mit den Kindern bespricht.

Mal kommen die Kinder von selbst zu ihr, manchmal geben Lehrer Hinweise. „Uns fällt im Unterricht etwa eine ungewöhnliche Verhaltensweise des Kindes auf. Unsere Schulsozialarbeiterin schaut dann, woher das Verhalten rühren kann“, erklärt Judith Flegel. 258 Kinder sind an der Liebfrauenschule, 21 Lehrer und eine Schulsozialarbeiterin kümmern sich um diese im Alltag.

Vorschulkinder werden auf ihren Start vorbereitet

Auch um eine besondere Gruppe. Nämlich die Vorschulkinder. Im Rahmen eines kleinen Projektes werden momentan etwa elf Kinder – unter anderem von Heeks – auf ihren Start in der ersten Klasse vorbereitet. Essenzielle Dinge stehen bei den Treffen an, damit die Kinder einen besser Start haben. Etwa das Stifthalten wird geübt, aber auch Farben und Formen, sowie das Aufzeigen in der Klasse.

„Und zwar alles sehr spielerisch“, wie Heeks versichert. Diese möchte Schulleiterin Judith Flegel und ihr Kollegium im Schulalltag nicht mehr missen. Denn auch sie hilft dabei, die Liebfrauenschule zu einem lebendigen Lernort zu machen.

>> Schülerparlament gegründet

Partizipation ist wichtig. Und das auch innerhalb einer Schule. Daher wurde in der Liebfrauenschule nun ein Schülerparlament gegründet. Etwa 20 Schüler sind darin aktiv – jeweils die Klassensprecher und ein Vertreter. Auf Anregung aus der Lehrerschaft hat Vanessa Heeks die Organisation des Schülerparlamentes übernommen, das bereits einmal getagt hat und monatlich zusammen kommen soll.

„Wir wollen so mehr Transparenz schaffen“, erklärt Rektorin Judith Flegel. Die Kinder diskutieren in dem Parlament Dinge, die die gesamte Schule angehen. Etwa die Anschaffung neuer Spielgeräte.

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