Kasernengelände

Emmerich: Erster Spatenstich für medizinisches Zentrum

Der obligatorische erste Spatenstich erfolgte für das medizinische Zentrum Emmerich Vital.

Der obligatorische erste Spatenstich erfolgte für das medizinische Zentrum Emmerich Vital.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Emmerich.  Beim medizinischen Zentrum Emmerich Vital auf dem ehemaligen Kasernengelände beginnt jetzt die Bauphase. Bekannte Orthopäden ziehen ein.

Alles, was auf dem Kasernengelände entsteht, nennt Bürgermeister Peter Hinze gerne Leuchtturmprojekt. „Und jetzt steht es noch mehr im Scheinwerferlicht“, so Hinze, bevor er beim ersten Spatenstich für das medizinische Zentrum Emmerich Vital zum Spaten griff.

Direkt gegenüber des Zentrums für Betreuung und Pflege wird das vierstöckige Gebäude auf einem 4300 Quadratmeter großen Grundstück errichtet und über rund 6200 Quadratmeter Mietflächen verfügen. Und in diesem Punkt wird es interessant. Denn neben dem Bürgermeister und Matthias Wünsch von der Heyden, Geschäftsführer der Phoenix Vital Gruppe aus Köln, die als Bauherr auftritt, waren auch Dr. Roland Gruhn und Dr. Lars Behn dabei.

Orthopädie-Praxis Dr. Gruhn/Dr. Regel zieht ein

Die orthopädische Praxis von Dr. Gruhn und Dr. Werner Regel ist aktuell am Willibrord-Spital in Emmerich angesiedelt. Nun will man sich am Kasernengelände erweitern. „Ob der Standort am Krankenhaus aufgegeben wird, ist noch nicht entschieden. Erst einmal läuft die Praxis da ganz normal weiter“, erklärt Dr. Lars Behn, der zum Ärzteteam der Orthopädiepraxis gehört.

Logopädinnen beziehen ihre erste eigene Praxis

Ihre erste eigene Praxis werden hingegen Jacinta Beckschäfer und Lana Lensing-Hebben an der Moritz-von-Nassau-Straße aufmachen. Die Vorfreude bei den beiden Logopädinnen ist spürbar. „Wir werden uns jetzt in Ruhe Gedanken machen, wie wir uns einrichten werden“, sagt Lana Lensing-Hebben.

Geplante Bauzeit beträgt 15 Monate

Wenn es nach dem Bauherrn geht, wird die Zeit des Überlegungs nicht allzu lange dauern. „Wir planen mit einer Bauzeit von 15 Monaten“, so Matthias Wünsch von der Heyden, der in seiner kleinen Ansprache explizit die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Emmerich lobte. Darüber hinaus war ihm wichtig, dass es sich beim medizinischen Zentrum nicht um eine Konkurrenz zu bestehenden ärztlichen Angeboten handele, sondern eine enge Kooperation auch mit den Krankenhäusern in Emmerich und Kleve angestrebt werde. „Mit diesem Zentrum ist die ärztliche Versorgung für Emmerich langfristig gesichert“, sagt Wünsch von der Heyden.

Physiotherapie auf 900 Quadratmetern

Neben der Logopädie- und der Orthopädiepraxis ist auch schon klar, dass sich eine Praxis für Physiotherapie auf rund 900 Quadratmetern ansiedeln wird. Betreiber wird die Korpeo GmbH aus Frankfurt am Main sein. Sebastian Mehl, einer der Geschäftsführer des Familienunternehmens, war direkt Feuer und Flamme für das Projekt.

Auch ein klassischer Hausarzt wird in das Zentrum einziehen. Des Weiteren wird es einen Operations- und Röntgenbereich geben, den die verschiedenen Fachärzte gemeinsam nutzen können.

Im Erdgeschoss wird sich neben einer Apotheke unter anderem auch eine Gastronomie befinden. Gespräche mit weiteren Mietinteressenten werden aktuell geführt und individuelle Planungen der Praxis- und Geschäftsräume erarbeitet.

>>> Patientenhotel mit elf Zimmern

Die Entwicklung eines zukunftsfähigen Modells der Gesundheitsversorgung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Consultingunternehmen Medass Wirtschaftsberatung sowie der IWG Unternehmensgruppe und dem Medzentrum Netzwerk.

Ein Centermanagement kümmert sich um die Kooperation zwischen den Mietern sowie um das so genannte Vital Stay. Dabei handelt es sich um ein Patientenhotel mit elf Zimmern zur Anmietung für die Nachsorge nach ambulanten Eingriffen sowie für Angehörige der Patienten oder auch für Besucher.

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