Gedenktag

Emmerich: Glockengeläut als hörbares Zeichen des Friedens

Mittwoch und Samstag werden die Glocken in Emmerich eine Viertelstunde läuten.

Mittwoch und Samstag werden die Glocken in Emmerich eine Viertelstunde läuten.

Foto: Christian Creon

Emmerich.  In Emmerich werden am Mittwoch und Samstag die Kirchenglocken läuten. Es ist ein hörbares Zeichen zum grenzüberschreitenden Gedenken.

Am Mittwoch, 5. Mai, erinnern die Niederlande an den Tag, an dem sie von der deutschen Besetzung befreit wurden und an dem der 2. Weltkrieg endete. In Deutschland wird am 8. Mai 1945 an den Tag der Kapitulation erinnert. Beide Tage sollen von den Nachbarn beiderseits der Grenzen neu ins Bewusstsein kommen.

Dazu werden am Mittwoch und am Samstag jeweils um 8 Uhr morgens für eine Viertelstunde alle Kirchenglocken der evangelischen und der katholischen Gemeinden diesseits und jenseits der Grenze läuten. „Gemeinsame Solidarität und gemeinsames Gedenken sind auch für die Zukunft wichtige Garanten für Frieden und Freiheit“, so Bürgermeister Peter Hinze.

Die Stunde Null für Deutschland

Auf dem Stadtgebiet von Emmerich beteiligen sich alle Gemeinden, auf der niederländischen Seite sind dies die Gemeinden in ‘s-Heerenberg, Zeddam und Didam. Der 8. Mai war besonders für Deutschland die Stunde Null, mit der das deutsche Reich und die Naziherrschaft endeten. Rückblickend sorgten die Erfahrungen des ersten wie des zweiten Weltkrieges dafür, dass echte Völkerverständigung in einem demokratischen Europa möglich wurde.

Das Glockengeläut an beiden Tagen soll ein weithin hörbares Zeichen des Friedens und der Völkerverständigung auf beiden Seiten der Grenze sein. Darauf einigten sich die Pfarrer Theo van Doornick aus Elten, Pfarrer Dr. Martin Neubauer und Dechant Bernd de Baey aus Emmerich sowie Pfarrer Marc Ortmann aus ‘s-Heerenberg und weitere evangelische Pfarrer jenseits der Grenze im Gespräch mit Diakon Martin Reuling.

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