Coronakrise

Emmerich: Online-Portal für den Einzelhandel gestartet

Menschenleer ist momentan die Kaßstraße. Der Handel hat geschlossen – gezwungenermaßen.

Menschenleer ist momentan die Kaßstraße. Der Handel hat geschlossen – gezwungenermaßen.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Emmerich.  In der Coronakrise setzen viele Einzelhändler in Emmerich auf besondere Serviceleistungen. Neues Portal bündelt diese und gibt eine Übersicht.

Es ist ein bedrückendes Bild. Auf den Straßen im Stadtkern Emmerichs herrscht Leere. In den Läden der Einzelhändler ist es Dunkel. Viele haben nette Worte an ihre Kunden aufgeschrieben und ins Schaufenster gehängt.

Seit dem 18. März muss Emmerichs Einzelhandel stark sein. Der Erlass des Landes NRW schreibt deren komplette Schließung bis auf wenige Ausnahmen vor.

Wirtschaftsförderung hat Homepage auf die Beine gestellt

Aber: Im Zeiten der Coronakrise zeigen sich auch Stärken. So auch in der Händlerschaft der Hansestadt. Diese haben reagiert – und bieten – trotz Schließung – einen Abhol- und auch teilweise einen Lieferservice an.

Da aber die Bürger nicht unbedingt wissen, wer dies anbietet, hat die Wirtschaftsförderung (WFG) der Stadt Emmerich reagiert und die Website www.homeshopping-emmerich.de erstellt. Hier gibt es einen Überblick über die Liefer- und Abholservice. „Alle Händler sind weiterhin telefonisch erreichbar, keine Scheu – jeder wartet auf einen Anruf“, sagt Verena van Niersen von der WFG.

Händlern eine Plattform geben

Und mehr noch: Auch eine Facebook-Seite „homeshopping emmerich“ wurde eingerichtet. Hier können Gewerbetreibende selbst die Möglichkeit nutzen, ihre Produkte zu präsentieren.

„Mit der Schließung der Geschäfte war uns sofort klar, dass wir den Einzelhandel unterstützen wollen“, berichtet Sara Kreipe Geschäftsführerin der WFG. Schnell wurde die Facebook-Seite ins Leben gerufen. „Das geht sehr schnell. Wir wollten aber auch eine Homepage haben. Doch diese einzurichten, benötigt Zeit“, so Kreipe, die froh ist, dass diese nun auch den Start geht. Während auf der Homepage vor allem eine Übersicht zu finden ist, was welcher Händler anbietet, werden auf der Facebook-Seite vor allem die Waren der Händler gezeigt. „Das kann in Form von Fotos, aber auch Videos sein“, sagt Kreipe.

Händler wirbt für die Aktion

Auch die Händler rufen zum Online-Shopping auf. Allerdings mit einer wichtigen Prämisse: „Wenn Ihr in den nächsten Wochen viel zu Hause bleibt, kauft nicht irgendwo online, sondern bei Euren lokalen Einzelhändlern“, so Michael Terstegen vom Herrenmode Geschäft Alexander Herrenmoden.

Und dass die Aktion Wirkung zeigt, kann Philipp Reichmann, der für den Onlineshop bei Alexander Herrenmoden auf www.alexander-herrenmoden24.de verantwortlich ist, berichten: „Dank der Facebook-Seite homeshopping emmerich“ konnten wir seit Freitag bereits Aufträge über unseren Onlineshop generieren“.

Auch Bürgermeister Peter Hinze hat bereits am vergangenen Freitag in seiner Videobotschaft aufgerufen, trotz Ladenschließungen auf den lokalen Handel zu setzen. Viele seien kreativ geworden, so Hinze.

Alle Händler dürfen sich melden

Sara Kreipe unterstreicht: Die Plattform „Homeshopping Emmerich“ sei für alle Einzelhändler im Stadtgebiet nutzbar. Zudem hat die Wirtschaftsförderin eine Beobachtung gemacht. In der Krise nutzen viele die Zeit, sich digital aufstellen. „Einige planen Online-Shops und viele haben sich bereits eine Facebook-Seite angelegt“, freut sich Kreipe.

>>Täglich neue Infos

Die Wirtschaftsförderung informiert täglich online über www.homeshopping-emmerich.de wie, wo und wann die Händler zu erreichen sind und was sie im Angebot haben oder welchen Lieferdienst und Abholservice sie anbieten. Formulare für Einzelhandel und Gastronomie stehen hier auch zum Download bereit.

Die WFG berichtet immer wieder darüber, auch über die sozialen Medien wie Facebook und Instagram.

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