Sperrung

Emmerich: Deutsche Bahn leitet Untersuchung nach Unfall ein

Die Durchfahrt unter der Eisenbahnbrücke war am Donnerstag, 24. September 2020, an der Van-Gülpen-Straße nach einem Rangierunfall auf den Schienen für einige Zeit gesperrt worden.

Die Durchfahrt unter der Eisenbahnbrücke war am Donnerstag, 24. September 2020, an der Van-Gülpen-Straße nach einem Rangierunfall auf den Schienen für einige Zeit gesperrt worden.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Emmerich.  Teile der Eisenbahnüberführung an der Van-Gülpen-Straße in Emmerich sind nach einem Unfall auf den Gehweg gestürzt. Bahn leitet Untersuchung ein.

In Emmerich ist am Donnerstagnachmittag die Pkw-Unterführung an der Van-Gülpen-Straße gesperrt worden. Wie ein Pressesprecher der Bundespolizei auf Nachfrage der NRZ erklärte, habe eine aus dem Hafengebiet kommende Lok beim Rangieren auf den Schienen die Schäden an dem Brückenbauwerk verursacht.

„In der Folge wurde kurzzeitig die Strecke gesperrt, so dass vier Züge etwa durchschnittlich sechs bis zehn Minuten Verspätung erhielten“, erklärte ein Bahnsprecher.

Keine Details zum laufenden Verfahren

Am Freitag teilte die Deutsche Bahn auf Nachfrage der NRZ mit, dass „Art, Umfang und Hergang dieses Vorfalls zurzeit untersucht werden“. Darüber hinaus kündigte die Deutsche Bahn an, dass zum laufenden Verfahren keine Details veröffentlicht werden.

Auf der Brücke waren einige Metallvorrichtungen schief und verbogen. Teile des Brückenbauwerks waren zudem samt Beleuchtung auf den linken Gehweg in Richtung Seufzerallee gestürzt. Bürgermeister Peter Hinze sei am Donnerstagnachmittag vor Ort gewesen und habe sich den Schaden angesehen, hieß es. Laut Stadtsprecher Tim Terhorst gab es bei dem Vorfall keine Verletzten.

Brücke in Emmerich: Notfallmanager der Bahn prüfte Bauwerk

Polizei und das Ordnungsamt der Stadt Emmerich hatten die Unfallstelle sofort abgesperrt. Der Verkehr wird über den Grollschen Weg und die Seufzerallee umgeleitet. „Wir rechnen mit einigen Verkehrsbehinderungen“, so Terhorst am Donnerstagnachmittag.

Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn machte sich nach dem Geschehen auf den Weg, um vor Ort gemeinsam mit der Feuerwehr die Situation zu prüfen und sich die Schäden am Brückenbauwerk anzusehen. Schließlich muss die Statik geprüft werden. Anschließend werde entschieden, wie es weitergeht.

Verspätungen im Zugverkehr

Auch im Zugverkehr kam es über mehrere Stunden zu Beeinträchtigungen. Neben der Deutschen Bahn nutzt auch Abellio die Gleise. Die Linie RE 19 konnte bis zum Abend nicht zwischen Arnhem Centraal und Emmerich wie gewohnt in beiden Richtungen verkehren. Die Züge endeten in Emmerich und führen von dort zurück in Richtung Düsseldorf Hbf. Gegen 18.45 Uhr teilte der Betreiber Abellio mit, dass der Regionalexpress wieder fahre. Es könne jedoch noch zu einzelnen Verspätungen auf der Linie kommen.

Ebenfalls noch am Freitagabend wurde die Pkw-Unterführung wieder für den Verkehr freigegeben.

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