Politik

Emmerich: UWE setzt sich trotz Wahlpleite für die Bürger ein

Gerd Barterls von der UWE will sich auch ohne Ratsmandat weiter um Emmericher Themen kümmern.

Gerd Barterls von der UWE will sich auch ohne Ratsmandat weiter um Emmericher Themen kümmern.

Foto: Judith Michaelis / FUNKE Foto Services

Emmerich.  Die Unabhängige Wählergemeinschaft Emmerich hat nach der Kommunalwahl keinen Sitz im Rat bekommen. Gerd Bartels spricht über die Zukunft der UWE.

Nur 1,09 Prozent der Stimmen hat die Unabhängige Wählergemeinschaft Emmerich (UWE) bei den jüngsten Ratswahlen einfahren können. Das war deutlich weniger, als man sich ausgerechnet hatte. So reichte es noch nicht einmal für ein Ratsmandat. Die NRZ fragte nun Gerd Bartels, der auf Listenplatz 1 stand und lange im Rat vertreten war, was das Ergebnis für die Zukunft der UWE bedeutet.

Herr Bartels, die UWE hat’s überraschend nicht in den Rat der Stadt Emmerich geschafft. Haben Sie die Wahlschlappe schon verdaut?

Natürlich waren wir über das Ergebnis der Kommunalwahl überrascht, da weder die BSD noch wir es in den Rat geschafft haben und die BGE zirka 50 Prozent ihrer Wähler verloren hat. Unsere Wahrnehmung an unserem Wahlkampfstand war eine völlig andere, nämlich der Wunsch nach Veränderung in der mittlerweile sehr einheitlichen Parteienlandschaft. Und auch erkennbar war, dass der „unabhängige Gedanke“ mit Politik ausschließlich für Emmerich Anklang gefunden hat. Auch unser knapper Infoflyer fand ebenfalls positive Resonanz. Im Ergebnis war es aber leider anders, dass allerdings auch durch die sechs fehlenden Kandidaten in den entsprechenden Wahlbezirken.

Was bedeutet das Wahlergebnis für die Zukunft der UWE?

Wir haben uns in der Gruppe nach der Wahl getroffen und wir haben analysiert. Wir sind „einstimmig“ zu der Überzeugung gelangt, mit unseren UWE-2020 Ansatz fortzufahren und uns weiterhin um Emmericher Themen zu kümmern. Leider in der neuen Legislaturperiode nur mittels „Eingaben“ und nicht mit Anträgen. Aber wir werden aufmerksam die politische Landschaft verfolgen und uns da einmischen, wo es uns als wichtig für Emmerich erscheint.

Hegen Sie persönlich noch politische Ambitionen?

Ich werde (falls ich gesund bleibe) auch bei der nächsten Kommunalwahl antreten, aber nicht auf Listenplatz 1 oder 2, denn für diese Plätze haben wir gute, junge Aktive, die für die Ratsarbeit aufgebaut werden sollen und die dann die Arbeit fortführen werden. Denn die Ergebnisse vieler anderer Kommunen zeigen sehr deutlich, dass die Freien Wählergemeinschaften sich großer Beliebtheit erfreuen und nach meiner Meinung nichts von ihrer Bedeutung eingebüßt haben.

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