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Emmerich: Wie das IZIF zur Integration in der Stadt beiträgt

Die neue „Bufdi“ Chiara-Julie Heidrich im Spiel mit jungen Besucherinnen des IZIF.

Die neue „Bufdi“ Chiara-Julie Heidrich im Spiel mit jungen Besucherinnen des IZIF.

Foto: AWO

Emmerich.  Frauentreff, Sprachkurse, auch flexibel für osteuropäische Leiharbeiter: Das IZIF in Emmerich ist in vielen Bereichen der Integration tätig.

Seit 1981 fördern die Stadt Emmerich und der AWO Kreisverband Kleve gemeinsam das Internationale Zentrum für Integration und Freizeitgestaltung (IZIF), eine Anlauf- und Kontaktstelle für Ausländer und Deutsche aus Emmerich und Umgebung in der Goebelstraße 61.

Insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund stehen hierbei als Zielgruppe im Mittelpunkt der Angebote. „Wir möchten verschiedene Nationalitäten zu friedvollem Umgang miteinander befähigen und den kulturellen Austausch fördern“, erläutert AWO Geschäftsführerin Marion Kurth. Für Kinder gebe es zum Beispiel eine regelmäßige Hausaufgabenbetreuung.

Austauschen über Themen wie Erziehung, Behörden etc.

Außerdem findet im IZIF jetzt nach den Corona-Lockerungen wieder ein Mal in der Woche ein internationaler Frauentreff statt: Frauen unterschiedlicher Herkunft tauschen sich über aktuelle Themen – etwa Erziehung, Probleme bei den Behörden, eventuelle Verständigungsschwierigkeiten – aus, eine Kursleitung moderiert die Gespräche.

Ebenfalls im IZIF werden mehrmals wöchentlich Elementarsprachkurse für ausländische Mitbürger angeboten: Die Kursschwerpunkte setzten sich zusammen aus den Lebensbereichen Kindergarten, Schule, Einkaufen, Haushalt.

Kooperation mit den Arbeitgebern geplant

Des Weiteren sind zeitlich flexible Sprachkurse für Osteuropäer und Leiharbeiter geplant: „Aufgrund verschiedener Arbeitsschichten können die nicht regelmäßig an Standard-Kursen teilnehmen“, weiß Nazim Dogu, Leiter der im IZIF ansässigen Integrationsagentur. Durch eine Kooperation mit ihren Arbeitgebern bzw. Leihfirmen sollten die Unterrichtspläne variieren und den Arbeitszeiten angepasst werden.

Auch ein Computer- und Bewerbungstraining mit Flüchtlingen sowie Nachhilfe-Angebote sollen noch in diesem Jahr im IZIF starten – ebenso wie eine türkische Flüchtlingsgruppe, die Dogu bei der Selbstorganisation unterstützen wird.

Unterstützung durch Bufdi Chiara-Julie Heidrich

Jetzt freut sich der Leiter der Integrationsagentur, seit August in der 18-jährigen Abiturientin Chiara-Julie Heidrich tatkräftige Unterstützung gefunden zu haben: „Chiara absolviert im IZIF ein Jahr lang ihren Bundesfreiwilligendienst, sie hilft uns hier bei der Hausaufgabenbetreuung, spielt mit den Kindern und wird auch demnächst Nachhilfe geben.“ Danach möchte die Emmericherin ihre Erzieherin-Ausbildung beginnen.

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