Humanmedizin

Emmerich: Willibrord-Hospital vergibt zwei Stipendien

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Am St. Willibrord-Hospital in Emmerich sind noch beide Stipendien nicht vergeben.

Am St. Willibrord-Hospital in Emmerich sind noch beide Stipendien nicht vergeben.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Emmerich/Kreis Kleve.  Der Kreis Kleve bietet in Kooperation mit Krankenhäusern Stipendien für Studierende der Humanmedizin an. Es gibt noch freie Plätze.

Der Kreis Kleve bietet in Kooperation mit dem Katholischen Karl-Leisner-Klinikum, dem St. Willibrord SpitalEmmerich-Rees und dem St.-Clemens-Hospital Geldern Stipendien für Studierende der Humanmedizin an. In allen drei Häusern gibt es aktuell freie Stipendienplätze. „Ich lege allen Studierenden ans Herz, sich um ein Stipendium zu bewerben“, sagt Silke Gorißen, Landrätin des Kreises Kleve. „Von diesem Programm profitieren alle Beteiligen: Die jungen Medizinerinnen und Mediziner erhalten eine Finanzspritze für ihr Studium.“

Die Kliniken würden Kontakt zu qualifizierten Nachwuchskräften bekommen. Und der Kreis Kleve erhalte mehr Planungssicherheit, die Gesundheitsversorgung auch in den kommenden Jahren sicherzustellen, so die Landrätin. Derzeit sind 15 von insgesamt 22 Stipendien vergeben. Interessierte Medizinstudentinnen und Medizinstudenten können sich direkt an die jeweiligen Häuser wenden.

Studierende erhalten monatlich 1200 Euro pro Person

Das Stipendien-Förderprogramm gibt es seit dem Wintersemester 2018/2019. Studierende erhalten durch das Stipendium monatlich 1.200 Euro pro Person – der Kreis Kleve übernimmt 800 Euro, das jeweilige Klinikum 400 Euro. Ein Stipendium wird für maximal vier Jahre gewährt. Im Gegenzug verpflichten sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten, nach Erteilung der Approbation ihre fachärztliche Weiterbildung im jeweiligen Klinikum zu absolvieren und dort insgesamt fünf Jahre tätig zu sein.

Im Anschluss daran müssen sie für eine Dauer von mindestens weiteren fünf Jahren eine Tätigkeit als Ärztin oder Arzt im Kreis Kleve ausüben. Ein Stipendium kann beantragen, wer an einer deutschen Universität oder in einem Mitgliedsland der EU, dessen Approbation in Deutschland anerkannt wird, die Fachrichtung Medizin studiert. Voraussetzung ist, dass die Studierenden den präklinischen Abschnitt des Studiums nach der Approbationsordnung für Ärztinnen und Ärzte bestanden haben.

Hospitanten werden vom Kreis mit 2000 Euro wöchentlich unterstützt

Daneben bietet der Kreis Kleve ein Förderprogramm an, um Medizinerinnen und Medizinern die Niederlassung im Kreisgebiet zu erleichtern. Wer eine bestehende Haus- oder Facharzt-Praxis im Kreis Kleve in den kommenden drei Jahren übernehmen möchte, kann dort vorab eine Hospitation absolvieren. Der Kreis Kleve unterstützt Hospitanten mit wöchentlich 2.000 Euro über maximal vier Wochen.

Im vergangenen Jahr 2020 haben trotz der Corona-Pandemie zwei Hospitanten dieses Angebot genutzt. Seit dem Start im Jahr 2015 hat der Kreis Kleve insgesamt 24 Hospitationen vermittelt. Sechs Bewerberinnen und Bewerber haben sich anschließend als Ärztinnen und Ärzte im Kreisgebiet niedergelassen – drei durch eine Praxisübernahme und drei weitere durch die Anstellung in einer bestehenden Praxis.

Interessierte können sich beim Kreis Kleve an Tobias Schmitz wenden: Telefon 02821 85-528 oder E-Mail an tobias.schmitz@kreis-kleve.de. Ein Schnellzugriff „Ärzte gesucht“ zu weiteren Infos ist auf der Internetseite des Kreises Kleve (www.kreis-kleve.de) hinterlegt.

>>>Da werden noch Stipendien angeboten

Stipendien werden angeboten am Katholischen Karl-Leisner-Klinikum mit den Häusern St.-Antonius-Hospital Kleve, Marienhospital Kevelaer, Wilhelm-Anton-Hospital Goch und St. Nikolaus-Hospital Kalkar (Telefon: 02821 490-1040): aktuell sind 12 von 16 Stipendien vergeben.

Im St. Willibrord Spital Emmerich-Rees (Telefon 0281 104-1027) ist aktuell noch keins der zwei Stipendien vergeben. Und im St.-Clemens-Hospitals in Geldern (Telefon 02831 390-1002) sind aktuell drei von vier Stipendien vergeben.

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