Prinzenproklamation

Emmericher Geck-Tollitäten im Stadttheater proklamiert

Großer Jubel im Stadttheater. Dort wurden Prinz Harald I. und Prinzessin Manuela I. als das neue Prinzenpaar feierlich proklamiert.

Foto: Thorsten Lindekamp

Großer Jubel im Stadttheater. Dort wurden Prinz Harald I. und Prinzessin Manuela I. als das neue Prinzenpaar feierlich proklamiert. Foto: Thorsten Lindekamp

Emmerich.   Großer Jubel im Stadttheater. Dort wurden Prinz Harald I. und Prinzessin Manuela I. als das neue Prinzenpaar feierlich proklamiert.

Nasskalt und ungemütlich präsentiert sich der Samstag. Während alle noch im St. Martins-Modus sind, flitzt ein grauer VW Touran durch die Rheinstadt. Aufschrift: Prinzentaxi mit dem swingenden Sessionsorden. An der Prinzenburg (Gaststätte Nollenburg), dem royalen Hauptquartier der Session 2017/2018, herrscht geschäftiges Treiben. Bis zum Abend, der 47. musikalischen Geck-Proklamation im Stadttheater von Harald I. (Koster) und Manuela I. (Kremer), dauert es noch etwas.

Big Band heizte kräftig ein

Bevor sie das Zepter übernehmen, heißt es im Stadttheater Abschied nehmen. Abschied von einem authentischen Prinzenpaar, das die Herzen eroberte. Prinzessin Sandra II., die als Prinz Simon I. in der Session an „Männergrippe“ litt, gut von den Worten kam, beweist es erneut in ihrer Abschiedsrede. Gleich zu Beginn kullern Tränen und die Emotionen werden deutlich. Das Publikum klatscht und jubelt ihr zu und schnell hat sie sich gefangen und dankt vielen, besonders ihrem Prinzen und der Garde, für eine tolle Zeit. Und da war doch noch etwas: „Insgesamt fünf Kinder wurden geboren oder wachsen heran“, erklärt die schwangere Sandra augenzwinkernd. Zum Abschluss gibt’s Standing Ovations.

Lange Zeit zum Sitzen haben die 560 Jecken nicht. Dort, wo die Neuen durch den blauen Vorhang für die NRZ vor zwei Wochen schauten, dort geht es rein in den närrischen Trubel gemeinsam mit der Garde. Aber diesmal ist alles anders. Keine Tambouren, kein Spielmannszug vorneweg. Diesmal gibt es eine besondere Begleitung für Harald I. – Mit Jazz und Swing macht er sein Ding – und ihre Lieblichkeit Manuela I. (Manu) – Mit Fitness und Geselligkeit swingt sie durch die Narrenzeit – nebst Gefolge von der Bühne aus. Da staunt das Publikum nicht schlecht. Die Young People Big Band (Leitung Marcell Oppenberg), bei der „Harry“ (Harald) Sänger ist, sorgt für den jecken Einzug. Auch im weiteren Verlauf lassen sie mit Glenn Miller und Co gemischt mit Kölsche Tön immer wieder Füße und Hüften nicht stillstehen.

Auffällig die Garde in ihren schmucken Blau-Roten mit Gold abgesetzten Musketier-Kostümen. „Eine Tradition lebt wieder auf“, so der Prinz. Das freut sicherlich das Geck mit Präsident Michael Verhey und dem Moderatoren-Duo, den „Vizes“ Dominik Kilch und Uli Mebus. In den elf Geboten fordert der Prinz nicht nur zum Sing- und Kostümzwang auf. „Beim Heimweg sind Bäume und Laternen zu umarmen und nicht

auszutreten“, so der Stromchef der Stadtwerke. „Einmal das Prinzenpaar zu sein“, gibt der Narrenanführer mit Gardehauptmann Markus Verfürth und Gardist Armin Becker im Prinzenlied zum Besten. Verfürth schlüpft später in die Rolle von Manu. Gemeinsam mit Standartenträger Christian Gerritsen erzählen sie wie man mit „Telefonsex und mehr“ die Kasse für die Session voll bekommt. Mal gut, dass die 13-jährigen Zwillingssöhne von Manuela, Luis und Lukas, selbst im Gardeoutfit mit dabei, den Akteuren am Freitag Zutritt gewährten. Die Kleidung, die die gedoubelten Manu und Harry tragen, sind Originale aus dem Prinzenpaar-Haushalt.

Einmal mehr eine tolle Darbietung (mit fliegendem Gardisten), ist der Gardetanz, der von den Funkies Linda Oimann und Kirsten Rosendahl einstudiert wurde. Tänzerisch zeigen ebenfalls die Schützen Elten (Marsch) und das Kolpingballett Elten (Formel 1-Show) ihr Können. Eines sorgt für Rührung beim Prinzenpaar. Das kleine Comeback der einstigen A Cappillo-Größen Gudio Meyer und Stephan van Lier. Mit den markanten roten Schuhen, die eigens für den Auftritt wieder auf Hochglanz poliert wurden! Aber damit nicht genug. Bis in den frühen Morgen wurde im Foyer weitergefeiert. Gesangs- und Tanzeinlagen inklusive.

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