Steuerberatung

Emmericher Steuerberatung setzt auf die Steuererklärung 3.0

Michael Lommen und sein Auszubildender Ruven Dahmen präsentieren das virtuelle Steuerbüro.

Foto: Konrad Flintrop

Michael Lommen und sein Auszubildender Ruven Dahmen präsentieren das virtuelle Steuerbüro. Foto: Konrad Flintrop

Emmerich.  Die elektronische Steuererklärung ist für Unternehmen verpflichtend. Steuerberater Michael Lommen aus Emmerich zeigt, wie die Zukunft aussieht.

Wer schon einmal für sein Unternehmen eine Dienstfahrt unternommen hat oder sogar tagtäglich mit dem Dienstwagen unterwegs ist, dürfte wissen, wie lästig die Abrechnung der Fahrkosten und Tankbelege ist. Überall im Auto liegen Kassenbons verteilt, die längst bei der Personalabteilung liegen müssten, einzig das Einscannen ist lästig.

Doch das könnte bald der Vergangenheit angehören, weiß Steuerberater Michael Lommen: „Mit einer App können Sie nach dem Tanken einfach ein Foto von der Rechnung machen und dieses dann hochladen.“ Innerhalb weniger Sekunden liegt der Beleg auf einem Server, auf den das Unternehmen Zugriff hat. Verlorene Rechnungen und mühevolles Einscannen? Geschichte.

Steuerberatung per Videochat ist im Kommen

Auch Steuerangelegenheiten lassen sich heute immer häufiger digital erledigen – wenn es die Unternehmen denn so wollen, sagt der Experte.

Mit seiner Steuerberatung Lommen & Kollegen ist der Diplom-Betriebswirt einer der Vorreiter am Niederrhein, wenn es um digitale Entwicklung geht. Seit einiger Zeit betreuen seine Mitarbeiter und er Kunden in der ganzen Welt via Videochat. Das ist nicht nur für die Steuerberatung angenehm, sondern vor allem für Unternehmenschefs, die in der ganzen Welt agieren und die jetzt nicht mehr nach Emmerich reisen müssen.

Doch die Videochats sind bei weitem nicht der einzige Vorteil, den das Steuerbüro gegenüber anderen Mitbewerbern anbietet. Mit der sogenannten Tax Company, die Anfang 2018 an den Start geht, können sich Unternehmen ihre Pakete von der Beratung bis zur digitalen Abrechnung individuell zusammenstellen. Und das System lernt dazu und passt sich an den Kunden an, wodurch der Jahresabschluss wiederum rationaler wird.

Dank eines Archivs Zeit sparen

Besonders stolz ist Steuerexperte Lommen auf die Archivierung der Unterlagen: „Ich habe letztens einen Anruf eines Controllers erhalten, der auf der Suche nach einer jahrzehntealten Urkunde war. Innerhalb weniger Sekunden hatte ich das Dokument auf meinem Computer gefunden.“ Dadurch erspart sich nicht nur der Steuerberater Zeit und Geld, sondern auch das Finanzamt, das auch immer häufiger auf digitale Arbeitsprozesse setzt.

„Das Finanzamt und wir haben die gleiche Personalsituation. Deswegen ist die Digitalisierung so wichtig“, weiß Lommen. Er ist sich aber bewusst, dass nicht jeder Unternehmer dieses Modell nutzen kann und möchte: „Das ist heute noch nichts für den Handwerker. Aber in Zukunft.“

Beim Thema Datensicherheit müssten sich die Unternehmen und Arbeitnehmer aber schon heute nicht sorgen. Alle Daten, auch die digitale Abrechnung, die aufs Handy kommt, sind Ende-zu-Ende verschlüsselt.

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