Politik

Emmerichs Bürgermeister Peter Hinze wurde vereidigt

Hier und da noch ein bisschen zurecht zupppeln... Nun sitzt die Bürgermeisterkette bei Peter Hinze.

Hier und da noch ein bisschen zurecht zupppeln... Nun sitzt die Bürgermeisterkette bei Peter Hinze.

Foto: FUNKE Foto Services

Emmerich.   Der Ratssaal am Dienstag war proppevoll. Hinze erklärte auch, welche Themen für ihn Priorität haben. Zum Beispiel will er einen hauptamtlichen Wirtschaftsförderer.

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Seit Dienstag weiß Peter Hinze, wie schwer die Bürgermeisterkette auf den Schultern liegt. Dies, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Herbert Ulrich, der die Vereidigung Peter Hinzes vornahm, sei nicht ohne Grund so. „Das Amt ist nicht nur Würde. Es ist auch Bürde.“ Ulrich forderte den neuen Bürgermeister auf, „Meister der Bürger“ zu sein.

„Ich nehme die große Herausforderung gerne an“, sagte Hinze in proppevollen Ratssaal. Er betonte, sein Partner, seine Familie und seine Freunde würden ihm die Kraft für die Aufgaben geben. Sie seien der „Fels in der Brandung“. Besonders freute sich Hinze, dass seine Mutter Pieta im Ratssaal anwesend war. Gerne hätte er auch seinen Vater dabei gehabt: „Er schaut von oben zu“, sagte Pieta Hinze leise am Rande des Ratstisches.

Der Bürgermeister schnitt kurz die Themen an, die für ihn Priorität haben. Asyl/Integration: Hier gehe es nicht nur um die Integration der Flüchtlinge, sondern auch um die zahlreichen Polen, die in Emmerich lebten. Dass in Emmerich „unzählige Ehrenamtliche“ bei der Flüchtlingsbetreuung helfen, zeige, „dass Rassismus und Intoleranz in Emmerich keinen Platz finden!“ In Punkto Betuwe kündigte Hinze eine besser Zusammenarbeit der Verwaltung mit der Bürgerinitiative Rettet den Eltenberg an. Zum Thema Wirtschaft/Stadtentwicklung sagte Hinze: „Wir brauchen einen hauptamtlichen Wirtschaftsförderer.“ Im NRZ-Gespräch vor der Sitzung erklärte Hinze bereits: „Wir sind dabei ein Aufgabenpaket eines Wirtschaftsförderers zu schnüren. Das wird jetzt erst verwaltungsintern bearbeitet und dann werden wir die Politik einbinden.“
Aktuell ist noch Johannes Diks Wirtschaftsförderer. Als geringfügig Beschäftigter. Weitere Kernthemen seien der demografische Wandel, die kommunale Sozialpolitik und die Schulpolitik.

Neumarkt: Noch keine Unterschrift

Herbert Ulrich hielt eine kurzweilige Einführungsrede mit einigen historischen Verweisen. Im 15. Jahrhundert zum Beispiel habe der Bürgermeister noch 116 Taler im Jahr bekommen. „Das war ein Dienerlohn. 16 Taler waren fürs Pferd. Das entspricht der heutigen Dienstwagenregelung“, so Ulrich.

Nach dem feierlichen Teil, der nach der Ratssitzung mit einem Umtrunk in der Societät abgerundet wurde, gab’s auch im Vergleich „trockenen“ Ratsalltag. Gerd Bartels (BGE) wollte wissen, ob schon die ersehnte Neumarkt-Unterschrift bezüglich des Abstandes zum Nachbargebäude vorliege. Hinze: „Nein, es gibt nichts Neues.“ Ohne die Unterschrift wird ja am 13. November, 0 Uhr, Investor Josef Schoofs laut Ratsbeschluss nicht mehr den Neumarkt planen. Ein bisschen Zeit ist ja noch.

Grünes Licht hat der Rat einstimmig für die Caritas Flüchtlings- und Sozialberatung gegeben. Diese startet spätestens zum 1. Dezember, vielleicht sogar zum 15. November. Beschlossen ist der Konsens mit der Deutschen Bahn über die Bahnübergänge im Planfeststellungsverfahren 3.3 Praest/Vrasselt. Wie berichtet wird der Bahnübergang Von-der-Recke-Straße nicht mehr ersatzlos gestrichen wird, sondern eine Fußgänger- und Radfahrer-Überführung entsteht. So wird eine Verbindung zum Reiterhof aufrecht erhalten.

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