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Politologe erhält Bundestags-Praktikum dank Reeser Großeltern

Prof. h. c. Dr. Karl A. Lamers und Jonas Heid (links) aus Rees lernten sich in Berlin kennen.

Foto: privat

Prof. h. c. Dr. Karl A. Lamers und Jonas Heid (links) aus Rees lernten sich in Berlin kennen. Foto: privat

Rees/Berlin.   Dank der Kontakte seiner Großeltern in Rees macht Jonas Heid nun ein Praktikum beim Heidelberger CDU-Bundestagsabgeordneten Karl Lamers in Berlin.

Dass es so schwer ist als gut ausgebildeter Politologe einen Job in Deutschland zu finden, konnten und wollten die Großeltern nicht verstehen. Dres Heiner und Johanna Schlaghecken, die über Jahrzehnte in Rees als Ärzte praktizierten, haben sich gefreut, als der Sohn ihrer Tochter Friederike, Jonas Heid, bei ihnen einzog, um in Deutschland einen Job zu finden.

Der 27-Jährige ist in England aufgewachsen

Der 27-Jährige ist in England aufgewachsen, hat Politikwissenschaften in Chemnitz studiert, dann International Relations an der Universität in Leiden/NL und das Studium mit dem akademischen Grad Magister abgeschlossen. Politisch hat er sich als Vorstandsmitglied beim Ring Christlich-Demokratischer Studenten und als Vize-Sprecher bei Amnesty International in Chemnitz engagiert, hat diverse Praktika absolviert u.a. bei der Deutschen Botschaft in Chisinau an der Moldau gearbeitet und nun von Rees aus unzählige Bewerbungen verschickt. „Ohne Beziehungen scheint es in Deutschland schwer sein, einen Job zu finden“, sorgte sich Jonas Heid. Da kam der Freundin seiner Oma, Margret Hollands, die Idee, Kontakt zu dem Bundestagsabgeordneten Prof. h.c. Dr. Karl Lamers aufzunehmen, der für die CDU im Wahlkreis Heidelberg in den Bundestag gezogen ist und hier seit 1994 wichtige Ämter innehält.

Heid arbeitet seit Anfang Januar als wissenschaftlichen Mitarbeiter im Praktikum im Deutschen Bundestag

„Als ich hörte, dass Jonas Heid der Enkel des Kollegen meines Vaters ist, immerhin waren die beiden Mediziner bis Ende der 1970er Jahre die einzigen Ärzte in Rees, habe ich ihn – aus alter Verbundenheit zu seinen Großeltern — eingeladen. Und er ist richtig gut“, weiß Karl Lamers heute, denn er beschäftigte ihn seit Anfang Januar als wissenschaftlichen Mitarbeiter im Praktikum im Deutschen Bundestag. Ein Angebot, das nicht selbstverständlich ist, denn entweder kommen die Praktikanten aus dem Wahlkreis oder es sind Studenten aus Berlin.

Im Büro von Lamers wird Heid mit der Recherche zu diversen Themen beauftragt

Im Büro von Lamers wird Heid mit der Recherche zu diversen Themen beauftragt, wie zu aktuellen politischen Ereignissen, politologischen Theorien, historischen Hintergründen oder Sachfragen zur Innen- und Außenpolitik. Was auch spannend ist: die Bearbeitung von Bürgeranfragen. „Prof. Lamers legt Wert darauf, dass diese Anfragen mit logischen Erklärungen beantwortet werden. Überhaupt bin ich beeindruckt, wie hart er rund um die Uhr arbeitet“, resümiert Heid, dem es Freude bereitet, Informationen zu liefern, die Lamers später in Reden etwa vor dem Natoparlament oder im Verteidigungsausschuss verarbeitet. Was Jonas Heid hautnah miterlebt hat? Das inständige Warten auf die Regierungsbildung.

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