Bürgerinformation

Extra Spielplatz in Anholter Baugebiet sorgt für Diskussion

Jan Bertram zeigt Einzelheiten an der Leinwand.

Foto: Erwin Pottgiesser

Jan Bertram zeigt Einzelheiten an der Leinwand. Foto: Erwin Pottgiesser

Anholt.   Wenige Besucher lockte die Informationsveranstaltung über Änderungen des Bebauungsplans von Linders Feld ins katholische Pfarrheim nach Anholt.

Groß war das Interesse nicht. Um die erste Änderung des Bebauungsplanes Anholt BO3 „Linders Feld“ vorzustellen, hatte die Stadt Isselburg zu einer Informationsveranstaltung ins katholische Pfarrheim nach Anholt geladen. Lediglich ein Ehepaar und einige Herren vom Bauausschuss waren der Einladung gefolgt.

Eine Bürgerversammlung müsse jedoch bei Veränderungen des Bauleitplanes einberufen werden, versicherte Bürgermeister Michael Carbanje bei seiner Begrüßung und so stelle Jan Bertram vom Stadtplanungsbüro Stadtumbau GmbH die nun vorliegende Änderungsplanung, die sich auf sechs räumliche Teilabschnitte bezieht, vor.

Ambulante Wohngemeinschaften

Bereits im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplanes „Linders Feld“ wurde von Anwohnern sowie Politikern ein zweiter Kinderspielplatz gefordert. Im Rahmen des Änderungsplanes erfolgte eine Darstellung als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Spielplatz“. Auch das Vorhaben zweier ambulanter Wohngemeinschaften erfordert eine Änderung der Festsetzung zum Maß der baulichen Nutzung und zu den überbaubaren Grundstücksflächen. Auf einer zentral gelegenen Fläche soll ein Drei-Gruppen-Kindergarten errichtet werden. Hier besteht die Änderung darin, die WA-Festsetzung zugunsten einer Fläche für den Gemeindebedarf zu ändern.

Änderung Teilfläche 4 bezieht sich auf den Schutzstreifen des Leistungsrechtes zugunsten Gelsenwasser. Die Breite der hier festgesetzten Fläche wird nach Abstimmung mit dem Betreiber von 2,5 auf vier Meter heraufgesetzt.

Bei Teilfläche 5 bezieht sich die Änderung ebenfalls auf diesen Schutzstreifen. Die Breite der hier festgesetzten Fläche wird von 3,5 auf vier Meter heraufgesetzt.

Carbanje gibt Entwarnung

Die Änderung Teilfläche 6 bezieht sich auf eine Teilfläche im nördlichen Planungsgebiet. Nach dem aktuellen Vertriebsplan ist ein rund 2,4 Meter langes Stück, das als Verkehrsfläche festgesetzt war zur Erschließung der südlich gelegenen Grundstücke nicht erforderlich und wird dem WA zugeschlagen.

Während die Änderungen 2 bis 6 hingenommen wurden, gab es bezüglich des zweiten geplanten Spielplatzes Diskussionsbedarf. Das anwesende Ehepaar stellte die Frage, ob ein zweiter Spielplatz überhaupt notwendig sei. „Rein rechtlich ist ein zweiter Spielplatz nicht erforderlich,“ meinte daraufhin Bürgermeister Michael Carbanje, „jedoch auf Anregung einiger Anwohner wird jeweils im Norden und im Süden des Baugebiets ein Spielplatz gebaut.“ Jedoch würde er die Bedenken des Ehepaares aufgreifen und es würde darüber nachgedacht.

Auch konnte er das Ehepaar bezüglich der Kosten für neue Wege beruhigen, denn selbst wenn neue Wege gebaut werden müssten, würden die Bauinteressierten nicht zur Kasse gebeten, da diese Kosten vom Investor abgedeckt seien.

>>>GENERATIONENÜBERGREIFENDES QUARTIER

Auf dem über 100 000 Quadratmeter großen Areal werden nicht nur Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Eigentumswohnungen entstehen. In dem generationenübergreifenden Quartier sind auch zwei Spielplätze, eine Kindertagesstätte sowie barrierefreie Eigentumswohnungen und Wohngruppen für Senioren geplant.

Ein Ärztehaus soll kommen. Sowohl dieses als auch die Wohngruppen für Senioren entstehen dabei in Abstimmung mit der Alexianer Misericordia, zu der das Augustahospital gehört.

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