Wallfahrt

Fast 100 Pilger aus Isselburg trotzten dem Regen

In Marienbaum schien kurz die Sonne – das nutzten die zahlreichen Pilger aus Isselburg für ein munteres Foto am Wegesrand.

Foto: Zallmanzig

In Marienbaum schien kurz die Sonne – das nutzten die zahlreichen Pilger aus Isselburg für ein munteres Foto am Wegesrand. Foto: Zallmanzig

Isselburg.   98 Isselburger machten sich mit Schirm, Proviant und Bibelvers auf nach Kevelaer. In der Beichtkapelle wurden besondere Fürbitten verlesen.

Schade. Ganz knapp haben die Isselburger Fußpilger ihren Rekord von 100 Teilnehmern bei der Wallfahrt verfehlt. 98 — und davon immerhin auch 14 zum ersten Mal – machten sich nun gemeinsam auf den Weg nach Kevelaer – und das unter nun wirklich nicht idealen Umständen. Denn während bereits 71 Fußpilger gegen 3.50 Uhr am Samstagmorgen in der St.-Bartholomäus-Kirche den Worten von Andrea Wesendonk lauschen und für jeden Pilger eine Kerze in der Kirche anzündeten, regnet es in Strömen. „Der Regen war dieses Mal unser ständiger Begleiter“, kann Gerlind Zallmanzig nun mit Abstand auch mit einem Augenzwinkern sagen.

Von Wanderschuh bis FlipFlop

Damit der Gang nach Kevelaer etwas leichter fiel, hatten die Organisatoren den Pilgern – die in Hightech-Wanderschuhen, Turnschuhen, umwickelt mit Panzerband und auch mit FlipFlops an den Füßen nach Kevelaer gingen – für unterwegs noch ein Proviantpäckchen mit Wegzehrung für Leib und Seele gepackt. Neben einer Süßigkeit gab es einen Bibelspruch. „Und über diese, denn jeder hatte einen anderen, wurde dann auf der Strecke fleißig diskutiert“, so Zallmanzig.

Mit dem Rote-Kreuz-Wagen voran, dem Bulli mit Doris und Paul Blümer, dem Heidewagen mit Michael Löhrmann und einem weiteren Begleitfahrzeug, gesteuert von Nicole Zimmermann, ging es für die Pilger zusammen mit Kaplan Josephat nach Kevelaer zu Maria, der Trösterin der Betrübten. An der Bleichstraße in Kevelaer reihten sich dann auch die Radpilger mit Pastor Klaus Winkel ein. Und auch Pastoralreferentin Ilka Schmeing und viele Gemeindemitglieder waren aus Isselburg mit ihrem Pkw in den Wallfahrtsort gekommen. So konnte die Isselburger Delegation gemeinsam in Kevelaer einziehen.

Ein imposantes Bild

Schön war hier vor allem dann die Pilgermesse in der Beichtkapelle. Imposant sei das Bild gewesen, als Pastor Winkel und Kaplan Josephat mit den Messdienern und den Bannerabordnungen einzog. In dem Gottesdienst, so Zallmanzig, dreht sich wieder alles um das „Wort Gottes“. Bewegende Momente gab es dann beim Verlesen der Fürbitten. „In diesem Jahr wurden in den Kirchen der Pfarrei, im Elisabeth-Haus und im Augustahospital Fürbittenboxen aufgestellt, in die die Menschen, die nicht nach Kevelaer kommen konnten, ihre Fürbitten werfen konnten“, erklärt die Isselburgerin.

Ohne Zwischenfälle hätten die Pilger ihren Weg hin und auch zurück gemeistert. Stolz sei man, dass auch junge Isselburger, etwa 16 Stück von fünf bis 17 Jahren, mitgepilgert sind.

Übrigens: Die ältesten Fußpilger waren Jupp Bonnes und Elvi Schweckhorst, die jüngsten Chris Kamps (4) und Nina Dittrich (5). Und natürlich wurden auch wieder Pilger geehrt. Zum zehnten Mal dabei waren Ina Zallmanzig, Noah Hackfort, Rita Bonnes, Heinz Bonnes, Barbara Kortstegge sowie Gertrud und Kurt Istemaas. Bereits zum 15. Mal auf Pilgertour gingen Daniel Hakvoort und Thomas Hackfort.

>>NACHTREFFEN DER FUẞPILGER

Rund einen Monat nach der Wallfahrt nach Kevelaer sehen sich die Fußpilger aus der Pfarrei St. Franziskus übrigens wieder. Am Sonntag, 15. Oktober, findet nämlich das Pilgertreffen statt. Zunächst steht um 11 Uhr der gemeinsame Besuch des Gottesdienstes auf dem Programm, danach laden die Organisatoren ins Pfarrheim am Münsterdeich ein. Dort werden Fotos angeschaut und der Film zur Wallfahrt gezeigt.

Eine Anmeldungen ist erforderlich. Diese nimmt Michael Hackfort, 02874/45265 oder per Email hackfort-michael@t-online.de entgegen.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik