Rosenmontagszug

Fast 400 Aktive beim Reeser Rosenmontagszug

Rosenmontagszug in Rees

Unter dem Motto "Met en Gläske Bees trekke wej döör Rääß" zogen die Jecken durch Rees.Viele Narren säumten die Straßen.
Marco Virgillito

Unter dem Motto "Met en Gläske Bees trekke wej döör Rääß" zogen die Jecken durch Rees.Viele Narren säumten die Straßen.

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Rees.   Das fehlende Freibad war eines der zentralen Themen beim Rosenmontagszug in Rees. Mit de dekke Tromm wurden die 24 Zugnummern angeführt.

Die gute Nachricht: Die Jecken aus Rees haben sich Gedanken ums fehlende Freibad gemacht und nach Lösungen gesucht. „Das Reeser Freibad ist passé. Wir schwimmen jetzt im Froschteich-See. Oje, oje, oje!“, zeigte die Dienstagsgruppe des TV Rees eine Alternative auf. Die Damen der kfd Rees hatten gleich zum Rundumschlag ausgeholt, um das Stadtsäckel aufzufüllen. Als Sparschweinchen, in rosé Vlies gehüllt, kollektierten sie nicht nur für einen Freibad-Neubau, sondern sammelten auch fehlende Mittel für Betuwe, Marktbeleuchtung, Digitale Schule und Spielplätze. Rabe & Co. haute am Rosenmontag wieder auf „de dekke Tromm“ und führte wie gewohnt den närrischen Zug durch die Reeser

Innenstadt an – unter dem Motto „Met en Gläske Bees, trekke wej döör Rääß“. Dieses Mal waren 14 Fußgruppen, fünf Musikkapellen und leider nur vier großen Wagen dabei.

Mit Tipi und Planwagen

Die Reeser schien das nicht zu stören. „Wird der Zug auch immer kleiner ... am Feiern hindert das keiner“, hatten die Karnevalsfreunde Bie-Re gereimt. Verkleidet als Indianer und Cowboys waren sie mit Tipi und Planwagen en miniature unterwegs. Als Nachtwächter hatten sich die Indiaca-Gruppe des TV Rees verkleidet, auf ihren Handwagen die Silhouette des nächtlichen Rees gemalt. „Wir brauchen dringend wieder eine Kneipe in Rees, die abends aufhat“, brachte Margret Westerheide das Anliegen der Gruppe auf den Punkt. Ebenfalls als Nachtwächter unterwegs waren Die Unentwegten. Ihr Wagen zeigte sich als alte Stadtmauer, gezogen von einem Traktor-Veteran Lanz Bulldog, BJ 1951.

Den Völkerball-Sport olympiareif zu machen, das hat sich die Reeser Völkerball-Gruppe um Heike Stader vorgenommen. Um die Forderung auch durchsetzen zu können, hatten sich die Damen als Gladiatorinnen verkleidet. Einen attraktiven Anblick boten nicht nur sie, sondern auch die als Zwerge, Blumen und Gärtner verkleideten Kinder und Erwachsenen des DJK TuS Esserden, die Schneefrauen der Gruppe Millings Engels & Bengels und die als XXL-Fußbälle verkleidete RSV-Jugend.

Kaffee- und Cappuccinotassen liefen mit

Mit von der Partie waren natürlich auch die Tollitäten aus Haldern, Prinz Reinhard I., das Fohlen vom Rösten und Mahlen und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Dorothé I. Familie und Freunde der beiden hatten sich als Kaffee- und Cappuccinotassen oder Latte Macchiato-Gläser verkleidet in Anspielung auf des Prinzen Arbeit bei Probat. Klar, dass sie einen Kaffee-Ausschank mitführten. „Ich bin zu bodenständig, als dass ich auf einem große Wagen mitfahren würde“, kommentierte Reinhard I. seine fehlende Sänfte.

Dem American Football huldigten die Jungschützen des BSV Rees mit einem Wagen, vom dem fast 40 Footballer Kamelle und Popcorn regnen ließen. Als Super Marios durch Rees zogen junge Leute aus Grietherbusch und Umgebung unter dem Namen Buscher Alarm.

Ein echter Hingucker war der Wagen der KGR Schlafmützen Empel, die sich als Trolls verkleidet hatten. Im Mittelpunkt des Wagens ein großer Troll aus Pappmaché.. Knapp 600 Aktive waren beim aktuellen Reeser Zug dabei, wobei die Hippies vom Tambourcorps Bienen und der Harmonie für einen weiteren Farbtupfer sorgten.

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