Stadtentwicklung

FDP will das Stromberg-Gelände in Isselburg entwickeln

Rechts neben dem See liegt die Verbundschule. Die Grünfläche rechts daneben, also nördlich der Straße, soll nun endlich entwickelt werden, so die FDP.

Foto: Blossey

Rechts neben dem See liegt die Verbundschule. Die Grünfläche rechts daneben, also nördlich der Straße, soll nun endlich entwickelt werden, so die FDP. Foto: Blossey

Isselburg.   Die FDP würde gern Wohnraum und Gewerbe auf dem freien Areal anbieten. Die anderen Parteien wollen erst die grobe Grundrichtung diskutieren.

Die Luftaufnahmen zeigen es. Zwischen der Verbundschule und dem Kern von Alt-Isselburg liegt viel Grün. Das dortige, auch so genannte „Stromberg-Gelände“ sei „eine Perle in Mitten von Isselburg“, so FDP-Ratsherr Hermann Gebbing. Im jüngsten Bau- und Umweltausschuss stellten seine Freien Demokraten daher den Antrag, über die Zukunft der Fläche dort nachzudenken. Sprich: Die FDP will das Stromberg-Grundstück, welches vollständig im Eigentum der Stadt Isselburg steht, bebaubar machen.

Skepsis bei Union und Grünen

„Die Lage direkt an der Issel und die nur sehr geringe Betroffenheit bei den Überschwemmungsgebieten macht diese Flächen sehr attraktiv für eine künftige Bebauung“, erklärt FDP-Fraktionsvize Gebbing. Ziel der FDP sei es, die Grundlagen für eine künftige Bebauung zu klären, etwa die Regionalplanung auf Ebene der Bezirksregierung. „Denn wir alle wissen: Wenn wir Grundstücke dringend brauchen, ist es für den Anstoß von langjährigen Planungen meist viel zu spät“, erläutert Gebbing.

Während die SPD noch nicht über eine Beplanung des Gebietes reden wollte, erklärte Uwe Übelacker für die Grünen, dass man zunächst „eine Grundrichtung für das Gebiet entwickeln“ sollte. Auch Frank Häusler, Fraktionschef der CDU, fragte in Richtung der Freien Demokraten: „Was will dei FDP denn dort eigentlich? Wohnen? Gewerbe? Das müsste konkretisiert werden. Wir können uns erstmal dem Antrag nicht anschließen.“

Vorbild Hammersen-Carée in Bocholt

Er regte an, sich erstmal gemeinsam Gedanken über die Nutzung des Grundstücks zu machen. Den Antrag der FDP, den Bürgermeister zu beauftragen mit der Bezirksregierung Münster zu erörtern, ob eine Änderung des Regionalplans erforderlich ist, um das Gelände „Am Stromberg“ als Kerngebiet auszuweisen, lehnten die Ausschussmitglieder ab.

Im Nachgang der Sitzung erklärte die FDP nun in einer Pressemitteilung, dass man schon klare Vorstellungen von der Bebauung habe. „Fast jeder kennt das Hammersen-Carée in Bocholt. Ein solches Ambiente könnten wir uns auch direkt an der Issel vorstellen – die Gebäude könnten teilweise geschäftlich, teilweise zum Wohnen genutzt werden. Damit sowas überhaupt machbar wäre, wollen wir einen offen gestalteten Bebauungsplan, der solche Bauten zulässt“, so FDP-Fraktionschef Kevin Schneider.

Kritik von Kevin Schneider

Die Haltung der anderen Fraktionen kritisieren die Freien Demokraten. „Mit unserem Antrag wollten wir der Stadtverwaltung zunächst einmal einen Prüfauftrag erteilen, damit unsere Gestaltungsmöglichkeiten mit der Bezirksregierung überhaupt erst einmal abgeklärt werden. Keiner kann mit Sicherheit sagen, ob Einflüsse der Isselburger Hütte zum Beispiel dort eine Bebauung unmöglich machen. Statt solche Sachen aber abklären zu lassen, wird die ganze Idee, direkt in den Papierkorb geworfen“, so Schneider weiter.

>> FDP-Kritik an CDU und SPD

Im Hinblick auf die Genehmigung von Trödelmärkten an der Festhalle übt die FDP Kritik an SPD und CDU. Die Freien Demokraten kritisieren die Grundhaltung der beiden Parteien. „In allen Bereichen wird gezögert. Mutiges Vorangehen ist selten. Ginge es beim Hochwasserschutz nach der CDU, würden wir noch immer keine Planungsleistungen ausschreiben“, so FDP-Fraktionschef Kevin Schneider.

Und ginge es nach der SPD „wären Kreide und Schreibmaschinentinte die modernsten Medien. Isselburg muss raus aus der Zukunftslethargie“, so Schneider.

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