Satzung

Gebühren in Isselburg: Abwasser rauf, Abfall runter

Die Gebühren für Abwasser in Isselburg steigen in 2018 um zehn Cent an.

Foto: Ted Jones

Die Gebühren für Abwasser in Isselburg steigen in 2018 um zehn Cent an. Foto: Ted Jones

Isselburg.   Die Gebühren für Müll und Co. wurden festgelegt. 60-Liter-Vollanschluss kostet 2018 rund 19 Euro weniger. Schmutzwasser wird zehn Cent teurer.

Neues Jahr, neue Gebührensatzung. Das ist in Isselburg schon seit Jahren so. So hat der Rat der Stadt Isselburg in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, dass die Abfallgebühren in 2018 leicht sinken und die Gebühren für das Abwasser etwas teurer werden.

Insgesamt muss die Stadtverwaltung Isselburg in diesem Jahr knapp 27.000 Euro mehr für die Müllentsorgung bezahlen. Geplant sind Ausgaben in 2018 in Höhe von 851.458,72 Euro, welche durch Gebühren zu decken sind. Durch die Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten – aktuelle Gefäßzahlen, Einwohnergleichwerte, Abfallmengen, Entnahme aus der Rücklage etc. – können die Gebühren trotzdem leicht gesenkt werden. Je Abfalltonne sind das zwischen 10 und 30 Euro. Die meisten Isselburger haben einen 60-Liter-Vollanschluss. Hierfür werden in 2018 zum Beispiel 181,20 Euro fällig. So zahlen die Bürger hier 18,60 Euro weniger. Der 90-Liter-Vollanschluss kostet 20,40 Euro weniger und der 120-Liter-Vollanschluss 23,40 Euro weniger.

Biotüten aus Papier

In Sachen Müll gibt es noch eine Neuerung. Für die Vorsortierung im Haushalt werden ab sofort Bioabfalltüten aus Papier zur Verfügung gestellt, die für 2,50 Euro/50 Stück bei der Stadt Isselburg zu erwerben sind.

Keine Senkung der Gebühren sondern eine Anhebung gibt es in Isselburg beim Abwasser. Hier steigen die Gebühren aber auch nur leicht. Die kostendeckende Gebühr beträgt je Kubikmeter Schmutzwasser in Isselburg in 2018 nun jährlich 3,75 Euro. Dies entspricht einer Erhöhung gegenüber 2017 von 0,10 Euro/cbm. Die Gebühr für Regenwasser beträgt für das Jahr 2018 je Quadratmeter bebauter und/oder befestigter Fläche 0,78 Euro. Dies entspricht gegenüber 2017 einer Erhöhung von 0,05 Euro/qm.

Erhöhung um 3,1 Prozent

Für einen Musterhaushalt in Anholt mit vier Personen und 117 Quadratmetern anrechenbarer Fläche auf dem 718 Quadratmeter großen Grundstück und 165 Kubikmeter Schmutzwasserverbrauch sind das dann Mehrkosten in Höhe von 21,18 Euro im Jahr. Ein Fünf-Personen-Haushalt in Isselburg (740 Quadratmeter Grundstück, 115 Quadratmeter anrechenbare Fläche, 166 Kubikmeter Schmutzwasserverbrauch) zahlt 21,20 Euro mehr im Jahr. Für ein Einfamilienhaus in Werth (520 Quadratmeter Grundstück, 134 Quadratmeter anrechenbare Fläche, 172 Kubikmeter Schmutzwasserverbrauch) und fünf Personen bedeutet das 22,56 Euro mehr.

In allen Beispielen ist das eine Erhöhung um 3,1 Prozent. Gewerbebetriebe mit Schmutzwasserverbräuchen zwischen 717 und 972 Kubikmeter zahlen zwischen 180 und 280 Euro mehr im Jahr, das sind rund vier Prozent mehr.

>>> Info: Ärger mit dem Gelben Sack

  • Weiterhin hat die Stadt Isselburg einen hohen Verbrauch an Gelben Säcken. „Wir könnten damit ganz Köln versorgen“, so die zuständige Mitarbeiterin der Stadt, Martina Hünting.

    Die Qualität der Säcke sei schlecht. Auch der Entsorger habe damit zu kämpfen. Viele Verbraucher nutzten zwei Säcke übereinander, damit sie nicht reißen.

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