Gemeindeversammlung

Gemeindeversammlung der ganz anderen Art in Haldern

Pfarrerin Sabina Berner-Pip schaut sich die vielen Wünsche ihrer Gemeindeglieder mit Interesse an. Viele kreative Ideen sind zusammengekommen.

Pfarrerin Sabina Berner-Pip schaut sich die vielen Wünsche ihrer Gemeindeglieder mit Interesse an. Viele kreative Ideen sind zusammengekommen.

Foto: Thorsten Lindekamp

Haldern.   Gläubige sammelten Ideen, wie sie dem Gemeindeleben frischen Wind einhauchen können. Die Wünsche wurde an eine Leine gehängt.

Eine etwas andere Gemeindeversammlung. Am Freitag Abend hatte sich die Evangelische Kirchengemeinde Haldern unter freiem Himmel hinter ihrer Kirche am Irmgardisweg zusammengefunden, um ihre Gemeindeversammlung abzuhalten. Wer gedacht hatte, er könne sich hinsetzen und berieseln lassen, wurde höchst positiv überrascht. So erwähnte die Pfarrerin Sabina Berner-Pip direkt zu Anfang, dass man frischen Wind und Bewegung in der Kirche brauche. Das Motto der Gemeindeversammlung war: Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.

Papierschiffe wurden an die Leine gehängt

„Es liegt an uns, in welche Richtung das Boot fährt“, so die Pfarrerin. Man habe keine andere Kirche als die, die man zur Zeit vorfinde. Mit ein bisschen Mut hinzuschauen und Neues auszuprobieren, wäre jedoch viel machbar. „Veränderung ist unsere Aufgabe“, legte Sabina Berner-Pip ihren Zuhörern nahe.

Das durften die Gemeindemitglieder auch direkt ausprobieren. Der Abend sollte einer Ideensammlung dienen. Jeder bekam Stift und Papier und durfte kleine mit Ideen beschriebene Segelschiffe an eine Wäscheleine hängen. Schön zu sehen, wie Schiff um Schiff die Wäscheleine füllte. Da kamen viele Ideen zusammen. Die Anregungen sollten dann gesammelt im übernächsten Gemeindebrief aufgenommen werden.

Angeregte Unterhaltung über die Vorschläge

Und nach kaum einer Minute besprachen die Gäste bereits angeregt ihre Vorschläge. Ob die Erhaltung der tollen bestehenden Angebote oder ein Fragebogen, um die Anregungen vieler Halderner zu erreichen, jeder hatte einen Vorschlag.

Dabei wurde auch daran erinnert, was bereits alles auf die Beine gestellt worden ist. Sei es ein Besuchsdienst für ältere Leute, engagierte Mütter, die Kindergottesdienste organisieren oder hilfsbereite Konfirmanden, in der evangelischen Kirchengemeinde von Haldern passiert bereits einiges Gutes. Dafür gab es auch einen dicken Applaus von allen Seiten. Um das alles aufrecht erhalten zu können, seien Helfer und Finanzierung wichtig, berichtete auch die Vorsitzende des Presbyteriums Jutta Heister.

Der Grill wurde später „angeworfen“

Im Anschluss sollte gegrillt werden. Das gespendete Geld für die Grillwürstchen komme der Jugendarbeit zu Gute, so Jutta Heister. Als Belohnung für die erfolgreiche Ideensammlung durften sich die Gäste im Anschluss noch über ein Konzert in der Kirche erfreuen. Das Duo Finetune aus Issum erfreute ihre Gäste mit keltischer Musik auf Akkordeon und Gitarre.

Am Ende konnte die Pastorin ein gutes Fazit des Abends ziehen: „Die Halderner machen und schaffen sehr viel. Das wird auch gewürdigt. Solche Segel wollen wir setzen!“.

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