Gesundheitswesen

Glocken-Apotheke in Emmerich feiert 60-jähriges Jubiläum

60 Jahre gibt es nun die Glocken-Apotheke auf der Kaßstraße in Emmerich. Inhaber Burkard Horst mit seinen Mitarbeiterinnen (v.l.) Frederike Willems, Annegret Müller und Nadine Steinvoort.

60 Jahre gibt es nun die Glocken-Apotheke auf der Kaßstraße in Emmerich. Inhaber Burkard Horst mit seinen Mitarbeiterinnen (v.l.) Frederike Willems, Annegret Müller und Nadine Steinvoort.

Foto: Christian Creon / FUNKE Foto Services

Emmerich.   Die Glocken-Apotheke in Emmerich ist 60 Jahre alt. Der heutige Inhaber Burkard Horst übernahm das Geschäft 1992 von seiner Mutter Irmgard.

Die Glocken aus dem Turm der Aldegundiskirche sind der Namenspate. Am 23. Mai 1959 eröffnete Irmgard Horst die Apotheke auf der Kaßstraße. Nun wurde das 60. Jubiläum eingeläutet.

Bis heute ist die Apotheke ein Familienbetrieb. Im Jahr 1992 übernahm Sohn Burkard Horst die Apotheke.

Ostereier in der Apotheke gesucht

„Der Wunsch, Apotheker zu werden, ist bei mir irgendwann so mit der Zeit aufgekommen. Ich bin von meinen Eltern nie in diese Richtung gedrängt worden“, erinnert sich der heutige Inhaber, der im übrigen sechs Wochen älter als die Apotheke ist und in der Wohnung über dem Ladenlokal aufgewachsen ist. „Wir hatten früher nach hinten raus einen riesigen Garten, aber bei schlechtem Wetter haben ich die Ostereier in der Apotheke suchen müssen.“

Bauliche Veränderungen

Baulich hat sich im Laufe der vergangenen sechs Jahrzehnte einiges geändert. Als Burkard Horst Anfang der 90er-Jahre das Ruder übernahm, setzte er gleich ein architektonisches Ausrufezeichen. Der Eingang und die Fassade wurden erneuert. Die Raumaufteilung wurde geändert. Im Jahr 2000 kam ein Anbau hinzu und die heutige Form der Geschäftsräume war entstanden.

Studium in Würzburg

Seine schulische Laufbahn schloss Burkard Horst mit dem Abitur am Willibrord-Gymnasium ab. Im Anschluss besuchte er die PTA-Schule in Solingen. 1981 nahm Horst dann das Studium der Pharmazie in Würzburg auf. Nach einem praktischen Jahr in Coburg zog es ihn 1987 in die Heimat zurück. Er stieg mit in den elterlichen Betrieb ein.

Dass die Horsts ihre Apotheke in Emmerich aufmachten, beruhte im Übrigen auf einer Art Mund-zu-Mund-Propaganda. Denn die Schwiegermutter von Irmgard Horst hatte in der Rheinstadt das Lyzeum besucht. Burkard Horsts Vater Hanns kümmerte sich als Diplom-Kaufmann dann logischerweise um den kaufmännischen Bereich der Apotheke.

Das 60-jährige Jubiläum ist ein schöner Grund, die Vergangenheit Revue passieren zu lassen. „Viele sagen, früher war alles besser. Aber das stimmt nicht“, sagt Horst, der aber unter anderem auch einige gesetzliche Vorgaben nur schwer nachvollziehen kann. „Im Apothekenwesen hat sich einiges getan und das ist nicht unbedingt schön.“

Es muss dem Patienten zu Gute kommen

Doch der Apotheker hat sich eine einfache, aber umso stichhaltigere Maxime zu eigen gemacht. „Man muss versuchen, für die Menschen das Beste zu machen“, so der 60-Jährige. „Egal ob Homöopathie oder pflanzliche Produkte – wichtig ist, dass es dem Patienten zu Gute kommt.“

Burkard Horst jedenfalls freut sich, dass die Glocken-Apotheke bei den Emmerichern auch nach 60 Jahren noch einen guten Klang hat.

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