Weihnachts-Gewinnspiel

Haldern: Statt Weihnachtsgewinnspiel gibt es Postkarten

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Die beiden Mitglieder des Gewerbevereins, Gregor Stevens (li.) und Klemens Cornelissen, zeigen das Plakat zum Halderner Weihnachtsspiel.

Die beiden Mitglieder des Gewerbevereins, Gregor Stevens (li.) und Klemens Cornelissen, zeigen das Plakat zum Halderner Weihnachtsspiel.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Rees-Haldern.  Vorfreude ist Thema beim Halderner Weihnachtsspiel. 12 Postkarten gibt’s in Geschäften. Motive von Karneval bis Schützenfest als Hoffnungsträger.

Waren das noch Zeiten, als man beim Weihnachtsgewinnspiel in Haldern bei Rees tolle Preise gewinnen konnte, und wenn es nur Kleinigkeiten waren. Doch die Pandemie verdirbt die Freude schon wieder. Dennoch hat sich der Gewerbeverein, hier speziell Stefan Reichmann, etwas Besonderes einfallen lassen. „Wir verschenken in diesem Jahr Postkarten. Um Hoffnung zu machen. Denn die Vorfreude ist die schönste Freude“, erklärte Reichmann beim Pressegespräch die Motivation für die Aktion.

Die wieder gänzlich anders daherkommt als im Vorjahr. Da hatten die Aktiven des Weihnachtsgewinnspieles ja noch das Kartenspiel Helle Petra initiiert. „Das ist richtig gut angekommen“, erinnert sich Klemens Cornelissen vom Gewerbeverein. „Jetzt wollen wir mit den Karten Hoffnung machen, dass die vielen Feste im Ort 2022 wieder stattfinden“, erzählt Stefan Reichmann.

Karten an Kühlschränke hängen oder Freunden schicken

Zu sehen sind auf den Karten zwölf Motive, vom Schützen- und Karnevalsverein bis hin zum Haldern Pop Festival. „Wobei auch Schützenfeste wie Festivals sind“, meint er. Die Karten, die sein Bruder Christoph skizziert und er selbst koloriert hat, könne man sich beispielsweise an den Kühlschrank hängen – „Oder sie per Post Freunden schicken, um sie an die Feste zu erinnern“, findet Reichmann. Das mache Mut, gebe Hoffnung, dass im nächsten Jahr wieder Feste feste gefeiert werden können.

Die Idee dazu hatte Reichmann übrigens schon vor sieben Wochen, noch bevor die Dramatik der steigenden Infektionen so deutlich zu erkennen war. Mittlerweile sei er sehr skeptisch, dass die Veranstaltungen auch rund um Weihnachten noch stattfinden werden. „Es wird ja überall schon alles abgesagt“, meint er etwa mit Blick auf den Reeser Weihnachtsmarkt.

Insgesamt gibt es 12.000 Postkarten in 26 Geschäften

Die Postkarten, immerhin 12.000 Stück, werden jedenfalls ab Samstag „verdeckt“ in 26 Mitgliedsgeschäften des Gewerbevereins ausliegen, „vier von den zwölf Motiven übrigens in limitierter Auflage“, so der Initiator. So mache das Sammeln noch mehr Spaß. Überzeugen wolle man die Halderner, damit sie „Hoffnung haben können auf wieder stattfindende Feste“, lautet die Devise. Hoffnungsträger für bessere Zeiten sollen die Karten sein, die kostenlos ausgegeben werden, solange der Vorrat reicht.

Ganz so viel Hoffnung, dass es wie früher üblich die Feierlichkeiten am dritten Weihnachtstag auf dem Markt geben wird, hat Reichmann nicht. „Der Druck wegen der Virus-Neuinfektionen wächst täglich“, ist er besorgt. Man fahre auf Sicht. Vor der Pop Bar werde es wohl auch am 23. Dezember ruhig bleiben, befürchtet er.

Staat lässt Kulturtreibende auch in Rees nicht im Regen stehen

Dankbar ist der Macher vom Haldern Pop Festival aber auch. „Dafür, dass man sich als Staat um den kulturellen Bereich in der Pandemie schon kümmert und uns nicht im Regen stehen lässt“, sagt er mit Blick auf die finanzielle Unterstützung. Das sei in vielen anderen Ländern eher nicht der Fall.

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