Konzert

Halderner Blasorchester bot eine musikalische Weltreise

Sehr gut besucht war das Konzert des Halderner Blasorchesters im Bühnenhaus Rees.

Foto: Klaus-Dieter Stade

Sehr gut besucht war das Konzert des Halderner Blasorchesters im Bühnenhaus Rees. Foto: Klaus-Dieter Stade

Rees.   Das Blasorchester Haldern hatte ins Bürgerhaus Rees eingeladen. Unterstützt wurde es vom Nachwuchs- und Jugendblasorchester der Kreismusikschule

Eine Weltreise zu unternehmen ist sicher für viele Menschen ein unerfüllbarer Traum. In Rees war er möglich, denn das Halderner Blasorchester hatte zu einer musikalischen Weltreise eingeladen- und viele kamen ins Bürgerhaus, um sie mitzuerleben. Drei Orchester nahmen im Lauf des Programms auf der großen Bühne Platz und bereiteten den vielen Gästen eine erlebnisreiche Weltreise.

Nach dem Nachwuchsorchester und dem Jugendblasorchester der Kreismusikschule, beide unter Leitung von Gerd Verhoeven, überraschte das Blasorchester Haldern unter Robert Wijnands mit neuen und ungewohnten, aber eindrucksvollen Klängen. Passend zu den unerwarteten Überraschungen einer Weltreise.

Nachwuchsorchester begeisterte

Rene Schenk, der Moderator des Abends, selbst Posaunist des Orchesters, konnte wegen einer Verletzung nicht mitspielen. Er und hatte die Moderation übernommen und machte es hervorragend. Kleine Informationen zu den Beiträgen der Orchester waren gut zusammengestellt und wurden oft vom Publikum mit Beifall oder Schmunzeln kommentiert.

Mit dem Titelsong „You ‘ll Be in My Heart“ von Phil Collins aus dem Musical Tarzan begannen die 30 Musiker des Nachwuchsorchesters unter Gerd Verhoeven das Konzert. Der optimale Orchesterklang der jungen Musiker wurde vom Publikum mit großem Beifall honoriert.

Das Jugendblasorchester hatte ebenfalls auf der Bühne Platz genommen und zeigte mit „All Shook Up“ auch seine gute Vorbereitung. Beide Orchester verabschiedeten sich mit dem Titel „Brother Bear“, der in den USA Mittelpunkt eines Zeichentrickfilms von Walt Disney ist und die Geschichte von drei Brüdern erzählt.

Blasorchester geht mutige Wege

Dann bewies das Halderner Blasorchester nach einem schnellen Wechsel auf der Bühne, dass es unter seinem Dirigenten Wijnands mutige Wege zu neuen Formen der Blasmusik geht. Zunächst animierte der Moderator das Publikum zu einer Body Percussion. Das sind rhythmische Übungen, die der Körper selbst ausführen kann wie klatschen, rufen und stampfen. Nach erfolgreichem Test mit den Gästen spielte das HBO (Halderner Blasorchester) „Israeli Folk Songs“. Hier waren die Body Percussions wiederzuerkennen.

Ein weiteres Werk von Robert Smith sollte nicht vergessen werden. Er stellt in einem umfangreichen Tondokument den Erdteil Afrika vor: „Ceremony, Song and Ritual: Afrika“. Hier nehmen Tänze, rhythmische Songs und feierliche Elemente einen breiten Raum ein. In diesem Opus war ein großes Schlagzeugregister erforderlich. Rene Schenk stellte die sieben jungen Musiker vor. Die Gäste im Saal bedankten sich für diese engagierte Interpretation mit langem Beifall.

Die Weltreise führt natürlich weiter nach Nordamerika, wo Robert W. Smith einen Jahrhundertsturm erlebt und schildert, man hält sich in London auf und berichtet vom turbulenten Nachtleben der City. Die Erlebnisse eines Amerikaners in Paris (George Gershwin) bleiben nicht unerwähnt. Der bunte Reigen der musikalischen Leckerbissen, mit vielen exzellenten Soli garniert, gipfelt im Beitrag „In 80 Tagen um die Welt“, nach Jules Vernes Roman vertont.

>> PROBEN SIND IMMER FREITAGS

Das Halderner Blasorchester wurde im Jahr 1991 gegründet. Das 25-jährige Bestehen feiert das Orchester im vergangenen Jahr an verschiedenen Tagen.

Geprobt wird jeden Freitag von 20 bis 22 Uhr in der Musikschule Haldern, Bahnhofstraße 18. Jeder Musiker ist dazu herzlich eingeladen.

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