Kunst und Technik

Halderner feilt mit am Lichtkunstwerk im Landschaftspark

Im Landschaftspark Duisburg-Nord verbinden sich auf einer rund 180 Hektar großen Fläche Industriekultur, Natur und ein faszinierendes Lichtspektakel. Ein Blick von einem der insgesamt drei Aussichtshügeln im Landschaftspark auf das Gelände des früheren Hüttenwerks in Meiderich.

Foto: Christoph Wojtyczka

Im Landschaftspark Duisburg-Nord verbinden sich auf einer rund 180 Hektar großen Fläche Industriekultur, Natur und ein faszinierendes Lichtspektakel. Ein Blick von einem der insgesamt drei Aussichtshügeln im Landschaftspark auf das Gelände des früheren Hüttenwerks in Meiderich. Foto: Christoph Wojtyczka

Haldern/Duisburg.   Holger Döring-Valler aus Haldern arbeitet bereits seit zehn Jahren mit am Illuminationskonzept im Landschaftspark Nord in Duisburg.

Holger Döring-Valler ist elektrisiert, von Kindesbeinen an begeistert von Lichttechnik. Im Mai wird der 42-jährige Halderner Technischer Leiter im Landschaftspark Nord in Duisburg-Meiderich, wo er bereits seit über zehn Jahren in die Kunst der Illumination eingebunden ist.

Der Halderner ist im Lindendorf zur Grundschule gegangen, hat nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung zum Elektroinstallateur absolviert, danach die Meisterschule abgeschlossen. Seit 20 Jahre arbeitet er bei der Firma Ehringfeld, nicht nur der Landschaftspark Nord gehört zu den bekannten Auftraggeber seines Arbeitgebers. So fiel die Illumination an vielen bekannten Bauwerken, beispielsweise der Gastronomie im Schloss Anholt nach dem Umbau, in den Aufgabenbereich von Holger Döring-Valler.

Als Kind erlitt er einen Stromschlag

Als kleiner Junge schon war Holger Döring-Valler nicht wie sein Vater, der Schreiner und Tischler ist, von Holz sondern von Elektrizität fasziniert. Das änderte sich auch nicht, als er als Kind einen Stromschlag an einer Glühlampe erlitt. „Das tat richtig weh“, erinnert sich der Halderner. „Dennoch hat mich der Schlag nicht abgeschreckt.“

Seit 1996 können Besucher des Landschaftsparks in Meiderich eine Lichtinszenierung des britischen Künstlers Jonathan Park erleben, die das alte Hüttenwerk in ein faszinierendes Meer von Licht und Farbe hüllt. Illuminiert werden die technischen Anlagen im Kern des Hüttenwerks eindrucksvoll.

Hier hatte Holger Döring-Valler bereits vor Jahren die damalige Scheinwerferinstallation auf preisgünstige LED-Technik umgestellt, die Anlage gewartet, aber auch an neuen Ideen und Konzepten mitgearbeitet. Das hat wohl den Ausschlag gegeben, dass er nun vom Landschaftspark eingestellt wird.

Nachts durch den Park gestreift

Oft genug ist der Halderner im Dunkeln durch den Park gestreift, hat überlegt und ausgetüftelt, wie man was noch besser in Szene setzen kann, immer unter der Maßgabe, dass das Kunstwerk von Jonathan Park den ursprünglichen Charakter bewahrt. Dazu gehört natürlich auch Planungsarbeit am Schreibtisch.

Entstanden sind jetzt für ein Osterferienspektakel neue Lichtszenen und -effekte. Im heimischen Garten allerdings wird der Illuminator ausgebremst. „Das Farbenspiel kam bei meiner Frau nicht gut an, aber LED-Strahler habe ich natürlich auch im Garten.“

Der Landschaftspark zählt laut britischer Zeitung The Guardian zu den besten Stadtparks der Welt. Dass dieses so bleibt, wird mit zu den Aufgaben von Holger Döring-Valler gehören.

Mehr Infos unter www.landschaftspark.de

>> ATTRAKTION NOCH BIS SONNTAG

Im Landschaftspark Nord durchläuft anlässlich der Osterferien bis einschließlich Sonntag von ca. 20 bis 2 Uhr nachts eine besondere Lichtinstallation des Hüttenwerks jeden Abend vier verschiedene Szenen. Gießhalle, Hochöfen, Kamine, Kühlwerk, „Krokodil“ und Piazza Metallica erstrahlen stündlich wechselnd in unterschiedlichen Intensitäten und Farben.

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