Buchvorstellung

Halderns St. Josef-Schützen legen ein historisches Werk vor

Die St. Josef-Schützenbruderschaft präsentiert ihr Buch zum 425. Jubiläum in der Haldern Pop Bar.

Die St. Josef-Schützenbruderschaft präsentiert ihr Buch zum 425. Jubiläum in der Haldern Pop Bar.

Foto: Thorsten Lindekamp

Haldern.   St. Josef Schützen Haldern präsentierten zu ihrem 425-jährigen Jubiläum zunächst intern erweiterte Ausgabe ihrer Chronik. Auflage von 750 Stück.

Zahlreiche ehemalige Könige und Mitglieder des Vereins hatten sich in der Haldern Pop Bar versammelt, um die offizielle Präsentation des Buches „425 Jahre St. Josef Schützen Haldern“ mitzuerleben.

Stellvertretend für alle Könige, deren Reihenfolge für das anstehende Kaiserschießen am 7. Juli später gelost wurde, begrüßte Manfred Daleske, der Brudermeister der St. Josef Schützen, Leo Fischer, der in diesem Jahr sein 70-jähriges Königsjubiläum feiert.

Dessen Rede vom letztjährigen Schützenfest und die Worte „Dem Fröhlichen gehört die Welt und froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist, ist auch ein König“ zieren das Ende des aktuellen Buches. „Ich bin dankbar dafür, das mitzuerleben“, meinte der 93-jährige.

Viel Material wurde gesichtet

„Es ist wieder ein Ereignis in Haldern – 425 Jahre und das Kaiserschießen“, begründete Daleske, die Motivation für die neue Chronik. „Wir wollten was Besonderes, und da wir vor 25 Jahren eine Chronik aufgelegt haben, wollten wir die jetzt vervollständigen und erweitern.“

Auf insgesamt 184 Seiten seien nicht nur aktuelle Informationen niedergeschrieben, sondern auch „alles Wissenswerte von der Zeit vor und nach dem Krieg, über die Gründung, besondere Berichte und Meinungen.“

Ausdrücklich dankte Daleske dem Beisitzer Daniel Köster, dem zweiten Schriftführer Benedikt Brömling und dem Kassierer Johannes Erlebach, die die Arbeit an dem Buch geleistet hatten. Die Drei stellten dann auch das Buch mit seinem verschiedenen Schwerpunkten – optisch ergänzt durch die Seitenbilder an der Leinwand – vor. „Wir haben vor dem Schützenfest 2017 so im Mai/Juni begonnen – da sind gefühlt Wochen an Arbeit drin“, erinnerte sich Erlebach an den Aufwand.

Für das 450-jährige Jubiläum schon viel gesammelt

Zunächst habe man nur einige Protokollbücher der Bruderschaft gehabt. „Das Andere ist dann sukzessive dazugekommen, was unser ganzes Konzept auf den Kopf gestellt hat“, zeigte er sich dankbar über die Unterstützung. „Für in 25 Jahren haben wir schon jetzt mehr als genug“, forderte er die Mitglieder auf, weiter zu Hause nach Dokumenten und Bilder für die zukünftige Arbeit zu gucken.

Die Protokollbücher waren auf Korinth verfasst, was für die Aktiven den „größten Zeitfresser“ ausmachte. Daneben hatte man die Infos aus diversen Lexika, dem Stadtarchiv, vom Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften oder aus der Zeitschrift „Haldern jetzt“ zusammengetragen.

Als Heinz Döring den Vogel klaute

Ergänzt wird die Geschichte des Schützenwesens allgemein und in Haldern mit Dekaden im zehn Jahres-Rhythmus mit zahlreichen Zeitzeugen-Anekdoten und Geschichten, den Tätigkeiten der Aktiven außerhalb des Schützenfestes, Mitgliederzahlen, der namentliche Dokumentation aller Könige – und mit 192 Bildern, die auch das letztjährigen Schützenfest und alle Züge umfassen.

„Wir haben allein 1500 Bilder gesichtet“, dankte Köster dem evangelischen Kirchenarchiv und allen, die Fotos zur Verfügung gestellt hatten. „Bei den Bildern haben wir mehr von denen ausgewählt, die nicht einzelne Personen auf den Bildern hervorheben, sondern die Stimmung wiedergeben“, so Brömling. Die diversen Interviews mit Zeitzeugen seien „amüsant und unterhaltsam“ gewesen, erinnerte er an die Geschichte des verstorbenen Heinz Döring, der auf einem Schützenfest in den 70er-Jahren mal den Vogel geklaut hatte.

>> DAS BUCH KOSTET ZEHN EURO

Das Buch „425 Jahre St. Josef Schützen Haldern“ erscheint in einer Auflage von 750 Stück. Es ist zum Preis von zehn Euro zu erwerben „auch für Menschen, die Haldern verbunden sind“, meinte Daniel Köster. Ob das Buch nochmal aufgelegt wird und dann zum günstigen Preis, sei offen. „Das ging diesmal nur aufgrund der Sponsoren“, unterstrich Johannes Erlebach.

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