Silvester

Hayo Wolff aus Emmerich lässt’s in Amsterdam krachen

Der Meister der Feuerwerke: Hayo Wolff hat auch in diesem Jahr vor Silvester eine Menge zu tun. Der Höhepunkt folgt dann aber in der Nacht auf Montag mit dem Nationalfeuerwerk in Amsterdam.

Foto: Klaus-Dieter Stade

Der Meister der Feuerwerke: Hayo Wolff hat auch in diesem Jahr vor Silvester eine Menge zu tun. Der Höhepunkt folgt dann aber in der Nacht auf Montag mit dem Nationalfeuerwerk in Amsterdam. Foto: Klaus-Dieter Stade

Elten.   Welches Feuerwerk ist in diesem Jahr angesagt? Pyroexperte Hayo Wolff klärt auf und erzählt, warum er Silvester für ein paar Minuten berühmt ist.

Hayo Wolff ist ein gelassener Mann. Während seine Mitarbeiter auf dem Heron Fireworks-Gelände an der Groenlandstraße hektisch Einkaufswagen mit Silvesterfeuerwerken vollladen, behält der 48-Jährige im Chaos den Überblick und lässt immer mal wieder einen lockeren Spruch von den Lippen. Doch auch für den erfahrenen Mann ist die Zeit vor Silvester der Ausnahmezustand: „Wir arbeiten das ganze Jahr über für diese drei Tage, das ist schon verrückt.“

Das große Nationalfeuerwerk

Trotz des Wahnsinns muss er immer wieder an die bevorstehenden Tage denken, denn der Emmericher verbringt die Silvesternacht in Amsterdam, wo er für das große Nationalfeuerwerk verantwortlich ist. Weil das sogar im niederländischen Fernsehen übertragen wird, ist der Emmericher in der morgigen Silvesternacht zumindest für ein paar Minuten berühmt. Trotz des Drucks, der auf ihm lastet, freut er sich der gebürtige Niederländer aber schon auf den großen Abend: „Das Feuerwerk wird dort jedes Jahr größer und die Show in Amsterdam ist einfach toll.“ Und auch in allen Center Parks Europas ist der Heron-Chef für das Feuerwerk verantwortlich. Dort kümmern sich aber freie Pyrotechniker um einen guten Ablauf.

Wenn die Show in der Nacht auf Montag dann nach einigen Minuten zu Ende ist, hofft Wolff auf einen entspannten Start in das Jahr. Doch lange dürfte die Ruhe nicht anhalten, denn schon kurz darauf dreht sich alles um das kommende Silvester. Wolff weiß aber schon heute, dass sich an den Vorlieben seiner Kunden bis zum nächsten Jahr kaum etwas ändern dürfte – auch 2018 sollte sich alles um Verbundfeuerwerke drehen. „Die sind der Renner! Und viele Leute suchen heute gute Qualität und geben dafür mehr aus“, betont der Experte. Nicht so beliebt seien hingegen Raketen, die früher bei keinem Feuerwerk fehlen durften. Die Menschen zünden heute eben lieber ganze Batterien, so Wolff.

Sicherheit geht vor

Es geht aber nicht nur um Bequemlichkeiten. Die Vorteile eines Verbundfeuerwerks liegen für den 48-Jährigen auf der Hand: Weil mehrere Batterien in einem Verbund geschaltet sind, ist dieser Art des Feuerwerks stabiler als eine einzelne Batterie oder Rakete, denn sie fallen nicht so leicht um und stehen auch auf unebenen Flächen stabil. Der Nachteil einer einzelnen Batterie sei darüber hinaus, dass man diese oft wiederholt anzünden müsse. Dadurch steige aber eben auch das Risiko, sich zu verletzen.

Dass es in seiner Heimat viele Auflagen für Feuerwerke gibt, kommt dem gebürtigen Niederländer vor Silvester sehr gelegen. Dennoch regt er sich nach wie vor über die strengen Vorschriften auf. „Die Holländer sind einfach bekloppt“, spottet er und erklärt, warum die Gesetze in den Niederlanden übertrieben seien. Ihm kann es aber recht sein, denn für ein gutes Feuerwerk kommen Hunderte seiner Landsleute nach Elten. Und sie geben viel Geld aus. Manch einer, berichtet Wolff, sogar über 1000 Euro. Aber das sei nur die Spitze des Eisbergs. „Es gibt zwei Klassen von Kunden. Die einen kaufen billig und auf Masse. Die anderen geben mehr Geld für Qualität aus.“

>>VIEL ERFAHRUNG

Hayo Wolff arbeitet schon seit 28 Jahren als Pyrotechniker.

Bei Heron Fireworks an der Groenlandstraße 29 in Elten gibt es heute noch bis 21 Uhr Feuerwerk zu kaufen. Danach bleibt das Gelände erst einmal geschlossen.

Weitere Informationen gibt es unter www.heronfireworks.com.

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