Politik

Hoffnung auf Ersatzlösung für Isselburger Schulproblematik

Die Hauptschule am Stromberg läuft 2022 aus.

Foto: SCHUSTER

Die Hauptschule am Stromberg läuft 2022 aus. Foto: SCHUSTER

Isselburg.  Hochschule erforscht für Isselburg21 den Elternwillen zur weiterführenden Schule. Fragebögen werden verteilt. Hauptschule läuft 2022 aus.

Im Jahr 2022 wird die letzte öffentliche weiterführende Schule in Isselburg geschlossen werden. Danach wird jedes der etwa 700 Kinder an jedem Schultag bis zu zwei Stunden in die Nachbarkommunen Bocholt, Hamminkeln oder Rees pendeln müssen. Der Schulstandort kann nur durch die Neugründung einer weiterführenden Schule in freier Trägerschaft erhalten bleiben.

Die Bezirksregierung bestätigte den Vertretern von Isselburg21, dass eine Schule in freier Trägerschaft bereits ab etwa 25 Anmeldungen pro Schülerjahrgang realisierbar ist. Isselburg21 arbeitet daher an einer Machbarkeitsstudie zur Gründung einer Ersatzschule in privater Trägerschaft. Grundsätzlich werden dabei alle Schulformen (Hauptschule, Realschule, Sekundarschule und Gesamtschule) in Betracht gezogen.

Grundvoraussetzung für die Einrichtung einer Ersatzschule ist die klar zum Ausdruck gebrachte Unterstützung einer solchen Schule durch die Elternschaft. Dazu soll der Bedarf bei den Eltern für den Erhalt einer weiterführenden Schule in Form einer Ersatzschule in Isselburg durch eine Umfrage ermittelt werden.

Hochkarätige Unterstützung

Hierfür ist es Isselburg21 gelungen, hochkarätige Unterstützung zu bekommen. „Die durch den Wegfall der Schule weitreichenden negativen Auswirkungen für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Isselburg, der örtlichen Wirtschaft und insbesondere für die betroffenen Kinder müssen allen bewusst sein. Ich hoffe daher sehr, dass die Umfrage ein hohes Maß an Zustimmung durch die Elternschaft ergibt“, erklärte Reinhold Kühne, Vorsitzender von Isselburg21.

Für die wissenschaftliche Leitung des Projektes konnte Professor Dr. Klaus Thiel von der Westfälische Hochschule Campus Bocholt gewonnen werden. Er ist der Geschäftsführende Direktor des Instituts für empirische Wirtschafts- und Sozialforschung (IWS). Im Rahmen seines Seminars zur Marktforschung wird er die Umfrage mit bis zu 40 Studenten durchführen und auswerten.

Das zentrale Forschungsziel ist die wissenschaftliche Analyse, ob und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen eine weiterführende Schule in Isselburg dauerhaft genügend Schüleranmeldungen erhalten würde.

Hohe Beteiligung erwünscht

Die für die Erhebung notwendigen Fragebögen werden über die Schulen und Kindergärten an die Eltern weitergeleitet und von den Einrichtungen auch wieder eingesammelt. Hierfür ist eine möglichst große Beteiligung aller Eltern sehr wichtig. Die Leitungen aller drei Schulstandorte sagten hierzu bereits ihre Unterstützung zu. Ebenfalls signalisierten die Leitungen beziehungsweise die Elternräte aller neun Kindergärten, dass die Erzieherinnen respektive der Elternrat die Fragebögen verteilen und einsammeln werden.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik