Verkehr

Horst Lenz: „Der Unfall in Rees wäre vermeidbar gewesen!“

So sieht es an der Kreuzung Weseler Straße/Groiner Kirchweg in Rees  aus. Die L7 ist hier schwer einsehbar.

So sieht es an der Kreuzung Weseler Straße/Groiner Kirchweg in Rees aus. Die L7 ist hier schwer einsehbar.

Foto: Johannes Kruck

Rees.   Eine Fußgängerin (19) starb an den Folgen eines Unfalls auf der L7. Eine BI hatte vor Jahren an dieser Stellen in Rees eine Ampel gefordert.

Horst Lenz redet nicht lange um den heißen Brei herum. „Der Unfall wäre vermeidbar gewesen“, sagt er. Wie berichtet war am Dienstagabend eine 19 Jahre alte Fußgängerin auf der L7 in Rees auf dem Weg zurück zur ZUE am Groiner Kirchweg auf der Wesler Landstraße von einem Pkw erfasst worden und später an den Folgen der Verletzungen gestorben. „Dort gehört eine Querungshilfe hin“, fordert Rentner Lenz weiterhin, der im Reeser Feld wohnt und daher selbst häufig die L7 queren muss.

Die BI hatte eine Querungshilfe gefordert

Wie bekannt hatte sich schon 2015 eine Bürgerinitiative gegründet, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, genau an der Stelle, an der jetzt der Unfall geschah, eine Ampel „durchzudrücken“.

Was misslang, weil bereits an der Kreuzung der L7 mit der Rauhe Straße und dem Groiner Kirchweg eine Lichtsignalanlage geplant und später errichtet wurde. Woraufhin die BI zumindest eine Querungshilfe verwirklicht sehen wollte. Was ebenfalls abgelehnt wurde. „Statt dessen hat man den Anwohnern geraten, den Verbindungsweg Richtung Baugebiet Queckvoor zu nehmen“, erinnert Lenz. Was kaum einer tue. „Weil das ein Umweg ist, eine Abkürzung wird immer als attraktiver angesehen“, weiß er.

Auch die Unterrichtung der Flüchtlinge über den sicheren Weg sehen er und seine Frau Christa nicht unkritisch. „Wenn das mündlich geschieht, muss das jedem ZUE-Neuling kommunziert werden und den damals dazu eigens erstellten Flyer muss man lesen können“, so Christa Lenz. Aber es gebe unter den Asylsuchenden auch Analphabeten, gibt sie zu bedenken.

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