Brauchtum

Huttepiepen laden zur Wanderung ins Grenzgebiet ein

Die Huttepiepen landen zur Wanderung.

Die Huttepiepen landen zur Wanderung.

Foto: DIANA ROOS

Anholt/Ulft.   Die Huttepiepen aus Ulft laden zur Mittwinterhorn-Wanderung ins Grenzgebiet bei Anholt ein. Zwei Routen können absolviert werden.

Am zweiten Advent erklingen traditionell im deutsch-niederländischen Grenzgebiet bei Anholt und Ulft die sonoren Töne der Mittwinterhörner. So auch in diesem Jahr. Denn die Huttepiepen aus Ulft werden am kommenden Sonntag, 9. Dezember, wieder wandern. Und die geselligen Mittwinterhornbläser hoffen wieder, dass ihnen viele Wanderfreunde folgen werden. „Im letzten Jahr sind sehr viele Leute aus Deutschland mitgewandert“, berichtet Ton Lukassen, Vorsitzender des Vereins De Huttepiepen.

Es gibt zwei verschiedene Routen

Vor zwölf Monaten haben die Huttepiepen auch eine Neuerung eingeführt. Denn es wurden erstmals zwei verschieden lange Routen angeboten. Das hat sich bewährt. Folglich gibt es das Angebot auch in diesem Jahr. Startpunkt für beide Routen ist die DRU-Kulturfabrik in Ulft, Hutteweg 24. Dort sind auch genügend Parkplätze vorhanden.

Die kürzere Route ist beinahe acht Kilometer lang

Die kürzere Route ist beinahe acht Kilometer lang. Auch Familien mit Kindern können sich auf die kürzere Route wagen. Für geübte Wanderer ist die längere Strecke von 15 Kilometern geeignet, die auch über deutsches Staatsgebiet in Anholt führt. Von Ulft aus wird Richtung Voorst gewandert. An vielen Stellen entlang der Route können Wanderer dann auch wieder auf rund 50 Vereinsmitglieder treffen, die dann die Huttepiepen blasen und so den geheimnisvollen Klang der Instrumente erzeugen, die weithin vernehmbar sind. Wer selber einmal ein Mittwinterhorn ausprobieren möchte, ist gerne eingeladen, dies während der Wanderung zu versuchen.

Die Wege führen durch eine schöne Kulisse

Die beiden Wanderstecken führen über Landstraßen sowie Wald- und Wiesenwege, die zum Gehen einladen. Wälder, Fischtreppen, Dämme sowie die Ufer von Issel und Aa-Strang sind die Kulisse für diesen Spaziergang.

Unterwegs gibt es Ruheplätze mit Toiletten und Verzehr, wobei man sich in erwärmten Räumen einen Moment ausruhen und sich unterhalten kann.

Sehr bekannt ist die Huttepiepensuppe

Sehr bekannt ist in diesem Zusammenhang die Huttepiepensuppe. Aber auch Kaffee, Tee, Glühwein und typisch niederländische Schokoladenmilch warten auf die Wanderer.

Wer mitwandern möchte, kann die Wanderkarten beziehungswiese Pläne von 10.30 bis 12 Uhr (15 km) und von 10.30 bis 12.30 (8 km) am Haupteingang der Kulturfabrik erwerben. Für die kürzere Wanderung werden fünf Euro verlangt, wobei ein Gutschein über eine Suppe oder ein Getränk im Preis erhalten. Wer die 15 km lange Wanderung absolvieren möchte, erhält zum Preis von sechs Euro sogar zwei Gutscheine für Essen respektive Getränke.

<<<EINE JAHRHUNDERTE ALTE TRADITION

Das Mittwinterhornblasen ist eine Jahrhunderte alte Tradition. Besonders im Grenzgebiet zwischen Deutschland und den Niederlanden wurde diese Tradition gepflegt und diente früher der Vertreibung von bösen Geistern und der Begrüßung der Wintersonnwende. Heute wird die Ankündigung der Geburt Christi geblasen.

Das Anblasen ist ab dem 1. Advent. Ab dem Dreikönigstag dürfen die Hörner nur noch zum Üben innerhalb geschossener Räume zum Einsatz kommen.

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