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In Isselburg soll es wieder einen Trödelmarkt geben

An und in der Festhalle in Isselburg an der Hüttenstraße soll  eventuell bald mehrmals im Jahr getrödelt werden. Bislang wird die Halle nur zum Feiern genutzt.

Foto: Eul

An und in der Festhalle in Isselburg an der Hüttenstraße soll eventuell bald mehrmals im Jahr getrödelt werden. Bislang wird die Halle nur zum Feiern genutzt. Foto: Eul

Emmerich.   Eigentümer der Festhalle beabsichtigt in und um das Gebäude einen Trödelmarkt zu veranstalten. Stadt sieht dies positiv, Politik ist skeptisch.

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Hermann Gebbing erinnert sich noch genau. „Wir hatten schon einmal vor langer Zeit regelmäßig einen Trödelmarkt in Isselburg“, so der FDP-Mann. Der war stets gut besucht „und weit über die Grenzen der Stadt bekannt. Die Menschen kamen auch Wesel und sogar Oberhausen nach Isselburg“, erklärt der Heeldener. Nun soll es bald in Isselburg wieder die Möglichkeit geben, gebrauchte Schätzchen zu verkaufen, aber auch Neuwaren an einem Sonntag anzubieten.

Stadtverwaltung steht dem Ansinnen tendenziell positiv gegenüber

Denn der Eigentümer der Festhalle an der Hüttenstraße plant regelmäßig Trödelmärkte in und um das Gebäue herum zu veranstalten. Und genau das wurde nun in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses diskutiert.

Während sich die Stadtverwaltung tendenziell positiv dem Ansinnen gegenüber positionierte, gab es von Seiten der Politik auch kritische Stimmen. „Wie oft soll denn so ein Trödelmarkt dort stattfinden?“, wollte Dr. Theo Beine (SPD) von der Stadtverwaltung wissen. Bauamtschef Michael Carbanje erklärte, dass zwölf Märkte im Jahr und zwar einmal im Monat genehmigt werden sollen.

Es wird ein Verkehrschaos befürchtet

„Für jeden Markt muss aber immer wieder separat ein Antrag gestellt werden, der dann auch noch genehmigt werden muss“. Hermann van Thiel (CDU) verwies auch auf das mögliche Verkehrschaos, was bekanntlich auch nun schon immer an der Festhalle herrsche, wenn dort gefeiert wird. Darauf, so die Stadtverwaltung habe man allerdings keinen Einfluss. Johann Radstaak wollte außerdem wissen, ob man auch den Isselburger Einzelhandel bedacht hätte. Schließlich würden auf dem Trödelmarkt mittlerweile auch Neuwaren angeboten. „Das wurde geprüft“, so Carbanje, „es geht von dem Trödelmarkt kein negativer Einfluss auf den Einzelhandel aus.“ „Wir als CDU sehen das schon kritisch“, so Fraktionschef Frank Häusler. Einen Trödelmarkt an der Festhalle zwölfmal im Jahr zu veranstalten, „finde ich einfach zu viel“. „Damit“, erklärte Uwe Übelacker von den Grünen, „haben wir kein Problem.“

Es gab seitens der Politik keine eindeutige Entscheidung

Dennoch gab es seitens der Politik keine eindeutige Entscheidung. Eigentlich galt es nämlich über den Satzungsbeschluss zur vereinfachten Änderung des Bebauungsplanes für das Grundstück an der Hüttenstraße zu entscheiden, damit der Trödelmarkt an der Festhalle auch dort stattfinden kann. Jedoch will die Isselburger Politik noch einmal geprüft haben, ob man nicht eventuell noch die Anzahl der Trödelmärkte im Jahr herabsetzen kann. Zudem wäre ein Wunsch, dass die Trödelmärkte wenn dann an einem Sonntag stattfinden damit auch die Parkplätze des K & K-Marktes genutzt werden können, ohne diesem an einem Werktag in die Quere zu kommen. So wird die Politik nun in der nächsten Ratssitzung über den Satzungsbeschluss zur vereinfachten Änderung des Bebauungsplanes Isselburg für das „Gewerbe- und Industriegebiet Hüttenstraße“ entscheiden.

<<<DAS VERFAHREN ZOG SICH IN DIE LÄNGE

Bereits im Jahr 2014 wurden erste Versuche unternommen, einen Trödelmarkt an der Festhalle an der Hüttenstraße zu installieren. Doch aufgrund von privatrechtlichen Gerichtsverfahren zog sich das Verfahren. Diese sind nun beendet und nun kann das Bebauungsplanverfahren wieder aufgegriffen und zu Ende geführt werden.

Die Festhalle wird oft zur Feier von Hochzeiten genutzt.

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