Kinderbetreuung

Isselburg bekommt ein Kita-Provisorium am Stromberg

Im ehemaligen Realschultrakt der Verbundschule wird die Kita provisorisch einziehen.

Im ehemaligen Realschultrakt der Verbundschule wird die Kita provisorisch einziehen.

Foto: SCHUSTER, Dirk

Isselburg.   Im ehemaligen Realschultrakt in Isselburg können ab Sommer 33 Kinder betreut werden. Weitere 20 Plätze stehen am Kapellendeich zur Verfügung.

Die Fragen der Ausschussmitglieder waren teils bohrend. Am Ende stimmte aber doch eine deutliche Mehrheit für eine Übergangslösung, bis der Neubau einer Kindertageseinrichtung im Baugebiet Linders Feld fertig gestellt ist.

Kapellendeich bleibt weiter geöffnet

Das Provisorium sieht wie folgt aus: Die Anholter Kita am Kapellendeich bleibt vorübergehend weiter geöffnet. Zudem wird im Realschultrakt der Verbundschule eine Übergangslösung eingerichtet.

Thomas Bertram fragt nach dem Bedarf

„Ist der Bedarf wirklich da oder ist das eine Luxus-Lösung?“, wollte Thomas Bertram (CDU) wissen. Der zuständige Fachbereichsleiter bei der Stadtverwaltung, Frank Schaffeld, wusste zu berichten, dass „alle anderen Kitas in Isselburg voll- oder überbelegt sind“. Zudem erinnerte er daran, dass es einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz gebe.

Zahlen stammen vom Kreis Borken

Die Planung sieht vor, dass 20 Plätze am Kappelendeich vorgehalten werden und 33 Plätze in der ehemaligen Realschule. Aktuell liegen Anmeldungen von 49 Kindern vor. Eine Zahl, die Manfred Mäteling (SPD) in Frage stellte. Ihm lagen Schreiben des Betreuungsträgers an Eltern vor, deren Kind definitiv nicht im Sommer an der Kita angemeldet wird. „Die 49 Kinder sind zu 100 Prozent definitiv. Die Zahlen stammen vom Kreis Borken“, meinte Schaffeld.

Zweifel an Kosten für die Umbauten

Hermann Gebbing (FDP) bezweifelte, dass die veranschlagten Umbaukosten für das Provisorium von 9.500 Euro ausreichen würden. SPD-Fraktionschef Dr. Theodor Beine mahnte an, dass die Übergangslösung maximal bis zum 30. April 2020 dauern dürfe: „Und keinen Tag länger.“

Verwaltung soll neue Heimat finden

Bekanntlich soll die Verwaltung in den ehemaligen Realschultrakt der Verbundschule am Stromberg ziehen. Aktuell wird ein Wettbewerb für die Vergabe von Planungsleistungen vorbereitet. Dies sollte eigentlich ausgesetzt werden. Doch die Politik drängte darauf, dass die Planungen parallel weiter vorangetrieben werden.

Investition wird gedeckelt

Ein weiterer Vorschlag, der dann von Frank Häusler (CDU) zum Antrag formuliert wurde, war die Beschlussergänzung, dass die Investitionssumme der Stadt auf maximal 10.000 Euro gedeckelt wird.

In diesem Zusammenhang wollte Hermann Gebbing wissen, ob das Kitaprovisorium nur im Erdgeschoss des Realschultrakts einziehen wird? Dies wurde bejaht. Hintergrund der Frage: Die FDP-Fraktionsräume in der ersten Etage können so weiter benutzt werden.

Drei Gegenstimmen

Dr. Theoder Beine, der ebenso wie seine Fraktionskollegin Martina Neckritz und CDU-Mann Bertram gegen den Beschlussvorschlag stimmte, fragte nach der Beförderungssituation der Kinder. „Ich will das Problem nicht klein reden“, so Schaffeld, „aber in der Übergangsphase müssen die Eltern das in Kauf nehmen.“

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