Gutachten

Isselburg: Politik diskutiert über Grundschul-Gutachten

Drei Grundschulen gibt es in Isselburg. Und das soll auch so bleiben. Zumindest wenn es nach der Politik geht.

Drei Grundschulen gibt es in Isselburg. Und das soll auch so bleiben. Zumindest wenn es nach der Politik geht.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Isselburg.  Gutachter erstellen derzeit ein Konzept für die Isselburger Grundschullandschaft. Politik diskutierte noch einmal, was darin geprüft werden soll.

Die Isselburger Politik hat noch einmal deutlich Stellung bezogen. Und zwar in Sachen Grundschul-Standorte. Von denen gibt es in Isselburg bekanntlich drei – nämlich in den Ortsteilen Werth, Anholt und Isselburg. Das soll auch künftig so bleiben.

„Wir wollen alle drei Standorte erhalten“, so Frank Häusler. Eine Zielvorgabe, der sich auch die anderen Fraktionen in der jüngsten Haupt- und Finanzausschusssitzung anschließen konnten.

SPD unterstützt FDP-Antrag

Auch Kevin Schneider von der FDP bekräftigte: „Für uns ist ganz klar. Anholt soll bestehen bleiben. Isselburg soll bestehen bleiben. Werth soll bestehen bleiben“. Für die FDP müsse es auch weiterhin Schulen in den Ortsteilen geben. Auch Uwe Übelacker von den Grünen erklärte für seine Fraktion, „die Standorte müssen in den Ortsteilen bleiben“.

Ebenso sagte Dr. Theo Beine von der SPD einen seltenen Satz. „Wir unterstützen den Vorschlag der FDP“. Den dann auch nochmal Grünen-Chef Übelacker verdeutlichte: „Wir wollen keine Zusammenlegung von Schulen geprüft haben“.

Anfang 2019 schlug Schulleiter Alarm

Im Frühjahr vergangenen Jahres hatte die Politik nämlich den Weg freigegeben für die Erstellung eines Grundschul-Gutachtens. Ein ganzheitliches Entwicklungskonzept der Grundschullandschaft soll erstellt werden. Beleuchtet werden darin unter anderem Schülerzahlen, sowie der Raumbedarf und der Ist-Zustand. Beleuchtet wird jeder Standort.

Ins Rollen gebracht hatte das Gutachten Anfang 2019 Oliver Skukies. Der Leiter des Grundschulverbundes Isselschule mit den Standorten in Werth und Isselburg hatte auf die aktuelle Raumsituation in den Schulgebäuden aufmerksam gemacht.

Zu wenig Platz in den Schulgebäuden

Ein Beispiel: Im Lehrerzimmer am Standort Isselburg finden zehn Pädagogen Platz. Über 20 sind aber im Kollegium. Ganz zu schweigen von Räumen für die Schulsozialarbeit oder den Fachunterricht.

Anfänglich haben sich die Parteien nicht ganz klar in Stellung gebracht in puncto Gutachten. Denn im März 2019 erklärte noch Frank Häusler seitens der CDU: „Außerdem muss gleichzeitig neutral betrachtet werden, ob es nach der Analyse aller Standorte Sinn macht, Grundschulen zusammenzuziehen oder zu verlagern.“

Initiative in Werth gegründet

Eltern machten sich Sorgen. Vor allem in Werth, in dem das Grundschulgebäude in einem desolaten Zustand ist und in dem dringend saniert werden müsste. So taten sich in Werth Bürger zur Initiative „Lebenswert(h)“ zusammen, die sich unter anderem für den Erhalt der Schule im Ort einsetzt. Auch Vertreter von ihnen waren nun in der Ausschusssitzung zugegen. Und freuten sich darüber zu hören, dass die Politik den Erhalt der Grundschulstandorte in allen drei Ortsteilen anstrebt.

Kurzum: Einstimmig wurde in der Ausschusssitzung dafür votiert, dass die Gutachter nicht mehr eine Zusammenlegung prüfen sollen. Sollten sich zudem die im Gutachten aufgezeigten Maßnahmen hinsichtlich Unterrichtsräumen und Betreuung nicht realisieren lassen, wird im Ortsteil nach einem Alternativstandort gesucht.

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