Schulstandort

Isselburg21 verlängert die Frist bis zum 15. Juni 2018

Das Schulgelände am Stromberg.

Foto: Hans Blossey

Das Schulgelände am Stromberg. Foto: Hans Blossey

Isselburg.   Etwa 40 Prozent der Familien reichten den Fragebogen zur einer möglichen weiterführenden Schule in Isselburg bislang ein.

Das Institut für empirische Wirtschafts- und Sozialforschung, Westfälische Hochschule Campus Bocholt, befragt derzeit unter Leitung seines geschäftsführenden Direktors, Professor Dr. Klaus Thiel, die Eltern von Grundschülern und Kindergartenkindern nach deren Wünsche und Vorstellungen an eine neu zu gründende weiterführende Schule in Isselburg (die NRZ berichtete).

Das Projekt wird inhaltlich von 75 Studierenden der Hochschule sowie logistisch von Mitgliedern des Vereins Isselburg21 unterstützt. Alle drei Grundschulstandorte sowie alle neun Kindergärten in der Stadt Isselburg beteiligen sich rege an diesem Projekt. Darüber hinaus nimmt der St. Quirinus-Kindergarten in Millingen mit dessen Eltern aus Isselburg an dem Befragungsprojekt teil.

Die Idee einer weiterführenden Schule erhält innerhalb der Familien und Bildungseinrichtungen eine äußerst positive Resonanz: Etwa 40 Prozent der Familien reichten den ausgefüllten Fragebogen bislang ein.

Präzisere statistische Aussagen

Um noch präzisere statistische Aussagen von der Stichprobe auf die Grundgesamtheit aller Eltern schließen zu können, wäre eine noch höhere Rücklaufquote hilfreich. Der Befragungszeitraum wird daher bis zum morgigen Freitag, 15. Juni, verlängert. Besonders zur Teilnahme aufgerufen sind die Eltern, die ihr Kind nicht an einer weiterführenden Schule in Isselburg anmelden wollen. Auch die Eltern, denen die Zeit zum Ausfüllen des Fragebogens fehlen sollte, bittet Isselburg21 darum, wenigstens eine Minute für die Zukunft aller Kinder aus Isselburg aufzubringen und die Frage sieben sowie die Frage 15 zu beantworten.

In Frage 15 geht es darum, in welchem Jahr das Kind auf eine weiterführende Schule kommt. In Punkt sieben wird abgefragt, welche Wünsche und Erwartungen die Eltern an eine weiterführende Schule in privater Trägerschaft haben. Und ob sie, wenn diese Erwartungen erfüllt werden, dann ihr Kind auch dort anmelden würden.

Freier Träger wäre eine Möglichkeit

Nach den Sommerferien wird an der Realschule der letzte Jahrgang unterrichtet, so dass die Schule im Jahr 2019 geschlossen wird. Die Hauptschule, die ebenfalls am Stromberg beheimatet ist, wird das gleiche Schicksal erleiden. Diese Schulform wird dann im Jahr 2022 auslaufen.

Ein freier Träger könnte alle Schulformen rein theoretisch anbieten. Rein rechtlich trägt die Kosten der Infrastruktur inklusive der Lehrkräfte zu 87 beziehungsweise 94 Prozent (wenn die Schulinfrastruktur vom Träger gestellt wird) das Land NRW. Die fehlenden Gelder können von Unternehmen, Einzelpersonen oder der Kommune kommen. Das gesamte Schulwesen steht unter Aufsicht des Staates.

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