Geschichte

Isselburger hat historische Häppchen schriftlich fixiert

Fritz Stege hat in zahlreichen Archiven

Foto: Thorsten Lindekamp

Fritz Stege hat in zahlreichen Archiven Foto: Thorsten Lindekamp

Isselburg.   Fritz Stege und der Heimatkreis haben neue Zeitleiste herausgebracht. Eckpunkte der Geschichte Isselburgs sind übersichtlich zusammengefasst.

Fritz Stege muss schmunzeln. „Es gab tatsächlich einmal eine Zeit, da war Isselburg schuldenfrei“, erklärt der Hobbyhistoriker. Heute ist das, im Anbetracht der stets angespannten Finanzlage der Stadt, fast undenkbar. Doch 1940 war es Tatsache.

Quasi über Nacht war die Stadt an der Issel ihre Schulden von fast 100.000 Reichsmark los. Die Isselburger Hütte hatte damals ihre Steuern überwiesen. Und in Zeiten des Rüstungsgeschäfts, waren diese nicht unerheblich.

Die Erstauflage ist fast vergriffen

Dieses und noch viele Ereignisse mehr hat der 89-Jährige zusammengetragen. Handschriftlich. Zumindest zunächst. Denn auf Basis der gesammelten Daten des Isselburgers wurde nun eine Zeitleiste für den Ortsteil Isselburg durch den Heimatkreis Isselburg erstellt und gedruckt. „Zeitleiste/Kurzbeschreibung der Stadt Isselburg – Ortsteil Isselburg“ heißt das Werk, das auf 37 Seiten alles Wissenswerte zusammenfasst. Die Erstauflage liegt bei 25 Stück und ist schon fast vergriffen.

Schon seit er 1993 wieder nach Isselburg zurück gekehrt ist, hat Stege viele Dinge über die Geschichte der Stadt gesammelt. Und das, in dem er viele Archive besucht hat. In Arnheim zum Beispiel, aber auch in Kleve, Düsseldorf und Kalkar.

Das Internet hat der Senior nie zu Rate gezogen und lieber selbst Tausende Seiten kopiert, beschrieben und zusammen getragen. Eine Arbeit, die sich sehen lassen kann. Denn ein Werk mit Daten zur Geschichte der Stadt in dieser Form, gibt es einfach nicht. „Bücher liest ohnehin kaum noch jemand. Daher haben wir eine kurze, übersichtliche Zeitleiste erstellt“, so Stege.

Alle Bürgermeister Isselburgs sind aufgeführt

Er hat gesammelt und Klemens Hakvoort hat getippt und gelayoutet. Doch der Vorsitzende des Heimatkreises Isselburg hat auch noch eine Idee eingebracht. Neben der Zeitleiste ist noch eine Auflistung aller Bürgermeister der Stadt Isselburg zu finden. „Da ran zu kommen, war gar nicht so einfach“, so Hakvoort. Nun kann zum Glück aber nachgelesen werden, wer von wann bis wann Isselburgs Erster Bürger war.

Die Zeitleiste beginnt im Januar 1354 und endet im Juni 2016. Enthalten ist auch eine Übersetzung der Urkunde, die die Herzogin von Kleve zur Verleihung der städtischen Rechte an Isselburg übergeben hat. Auch wenn seine Aufzeichnungen nun zumindest schon einmal festgehalten sind.

Die Spanier im Visier

Fritz Stege ist natürlich weiterhin umtriebig und sucht nach neuen Begebenheiten aus der Geschichte der Stadt. So will Stege sein Wissen um die Eroberung der Stadt durch die Spanier weiter ausbauen. Zweimal seien die Spanier nach Isselburg gekommen und hätte die komplette Stadt zerstört. Einen Ansprechpartner, der mehr dazu wissen könnte, hat er auch schon im Sinn.

Isselburgs Geschichte lebt also weiter. Nun auch in schriftlicher Form, die endlich für alle kurz und knapp nachzulesen ist.

>> DRUCKFRISCH BESTELLBAR

Erhältlich ist die Chronik auf Bestellung. Und zwar am besten via Email an info@heimatkreis.com. Wer sich einige Tage geduldet, bekommt dann eine druckfrische Chronik. Kosten: zehn Euro.

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