Kirchenchor

Isselburger Urgestein verabschiedet sich

Foto: Thorsten Lindekamp

Isselburg.   Nach 26 Jahre als Vorsitzende verabschiedet sich Elvi Schweckhorst von ihrem Amt beim Kirchenchor St. Bartholomäus. Position ist nun vakant.

Seit 61 Jahren ist sie Mitglied des Kirchenchors St. Bartholomäus. 26 Jahre davon hat sie diesem als erste Vorsitzende vorgestanden. Nun wird sie 80 Jahre alt und ist der Meinung, dass der Zeitpunkt zu sagen „Jetzt ist Schluss“ gekommen ist. Elvi Schweckhorst nimmt Abschied. Das Urgestein des Kirchenchores St. Bartholomäus stand während der Jahreshauptversammlung für eine Neuwahl nicht mehr zur Verfügung. Allerdings war auch niemand anderes bereit, dieses Amt auszuüben.

Posten bleibt vakant

Da die Satzung es aber zuließ, einigte man sich darauf, dass Angela Zimmermann, die zur stellvertretenden Vorsitzenden wiedergewählt wurde, mit Unterstützung des Vorstandes die Belange des Chores in die Hand nimmt und der Posten der ersten Vorsitzenden vakant bleibt. Als Kassiererin wurde Ulla Bußhaus wiedergewählt.

Aber bevor Elvi Schweckhorst ihren Post niederlegte, hatte sie noch eine besondere Aufgabe zu erfüllen, denn seit zehn Jahren unterstützt Rita Ahrens den Kirchenchor mit ihrer Stimme und wurde für diesen Einsatz geehrt. Schon als Kind hat Ahrens Instrumente spielen gelernt und immer schon gerne gesungen und einen Jugendchor gegründet, der unter anderem Jugendmessen mitgestaltet hat.

Als sie nach Isselburg kam, gab es dort nur den Kirchenchor und die Freundschaft zu Andrea Wesendonk, die bereits Mitglied im Chor war. Vor genau zehn Jahren sind beide gemeinsam zu den Proben erschienen.

Schon 40 Proben mit Andrea Wesendonk

Das Jahr 2017 war ein erfolgreiches Jahr mit viel Terminen. „Unser Frauenchor hat sich gut formiert und befindet sich mit modernem Repertoire unter der Leitung von Andrea Wesendonk weiter im Aufwind“, verkündete Schweckhorst beim Jahresbericht. Auch seien drei neue Sängerinnen hinzugekommen.

„Die Arbeit mit Andrea macht uns großen Spaß“, fügte die Nochvorsitzende hinzu, „und auch die Resonanz der Kirchenbesucher ist sehr positiv.“ 40 mal habe man sich zu Proben getroffen und bei 24 Einsätzen – wie die Mitgestaltung diverser Gottesdienste, Hochzeiten, Fronleichnam, Geburtstagsständchen oder bei der Verabschiedung von Marie Theres – war der Chor aktiv.

Elvi Schweckhorst singt weiter

Der Chor habe viele neue Stücke gelernt und sei sehr produktiv gewesen und somit gewappnet für besondere Ereignisse, erläuterte Andrea Wesendonk bei dem Bericht der Dirigentin. „Mittlerweile sind wir zu einer Einheit geworden“, fügte sie hinzu, „es macht Spaß, mit euch zu arbeiten und etwas mit euch auf die Beine zu stellen. Unser Anspruch ist es, dass es schön klingt und die Leute erfreut. Wir können mit unserem Gesang dazu beitragen, dass es den Menschen im Gottesdienst gefällt.“

Mit gereimten Worten verabschiedeten sich die Chormitglieder von ihrer scheidenden Vorsitzenden. Jedoch niemals geht man so ganz. Und so werden sie Elvi Schweckhorst spätestens während der nächsten Probe wiedersehen. Und wenn das neue Leitungsteam mal Fragen hat, dann hat sie sicherlich auch ein offenes Ohr.

>>> CHOR HAT SICH UM ELF JAHRE VERJÜNGT

Der Chor hat zurzeit 44 inaktive und 31 aktive Mitglieder. Das Durchschnittsalter beträgt 59 Jahre und hat sich somit um elf Jahre verjüngt. Und auch in 2018 hat die Gemeinde viele Gelegenheiten, dem Chor zuzuhören. Unter anderem in der Ostermesse, während der Erstkommunion, beim Cäcilienfest oder beim Kolping-Gedenktag.

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