Reeserviert-Konzert

Kammerorchester Opus M tritt im Reeser Bürgerhaus auf

Solistin ist die Konzertmeisterin Esther-Marie Verbücheln.    

Solistin ist die Konzertmeisterin Esther-Marie Verbücheln.    

Foto: Opus M

Rees.   Reeserviert-Konzert erklingt am 17. Juni im Reeser Bürgerhaus. Warum es trotz WM-Spiel-Anpfiff Deutschland-Mexiko zeitgleich startet.

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Am Sonntag, 17. Juni, um 17 Uhr spielt Deutschland gegen Mexiko im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft. Am selben Tag, selbe Zeit, gibt Opus M im Reeser Bürgerhaus ein Konzert. Heiner Frost, künstlerischer Leiter der Konzertreihe Reeserviert und Dirigent des Kammerorchesters Opus M: „Natürlich haben mich Leute für verrückt erklärt, dass wir ‚an einem solchen Tag‘ spielen. Aber ich finde, es muss auch etwas für Leute geben, die was anderes unternehmen möchten.“

Opus M besteht seit über 25 Jahren

Das Experiment Fußball/Musik sieht Frost nicht als ein Gegeneinander. „Für uns ist das ein sehr wichtiges Konzert. Das Orchester besteht seit über 25 Jahren, und wir haben in dieser Zeit nicht viele Solo-Konzerte gespielt“, sagt Frost, denn in der Regel steht Opus M zusammen mit dem Halderner Kammerchor auf der Bühne.

Für das Konzert im Reeser Bürgerhaus hat Frost ein Programm aufgelegt, das es in sich hat. Am Anfang steht Bachs h-moll Ouverture, BWV 1067. Heiner Frost: „Das Stück ist im Original für Querflöte und Streichorchester geschrieben. Wir haben als Solistin unsere Konzertmeisterin Esther-Marie Verbücheln.“

Die erste Hälfte des Konzertes wird mit Felix Mendelssohns Streichersinfonie XII in g-moll enden. Heiner Frost: „Es ist die fulminante Musik eines heranwachsenden Genies und man hört deutlich Parallelen zur Musik Bachs. Trotzdem ist die Sinfonie bereits reinster Mendelssohn und enthält alle Zutaten der späteren Werke. Im langsamen Satz hat man zwischenzeitlich den Eindruck, dass da bereits Mahlers Klangsprache vorgedacht ist.“

Nach der Pause stehen zwei russische Komponisten auf dem Programm. Sowohl Tschaikowskys Elegie als auch Schostakowitschs Kammersinfonie op 110a (eine Bearbeitung des 10. Streichquartetts) hat das Orchester bereits aufgeführt.

„Wir bieten den Leuten ‘Public Hearing’“

Heiner Frost: „Der Schostakowitsch gehört für mich zu den beeindruckendsten Stücken des 20. Jahrhunderts. Da geht es um pure Energie, und wenn man das Ende erreicht hat, ist Musik irgendwie nicht mehr möglich. Man kann nach einem solchen Stück nur schwer zur Tagesordnung übergehen.“ Zuletzt spielte opus m den Schostakowitsch zum 25. Geburtstag des Kammerchors Haldern, der auch der 25. Geburtstag des Orchesters war. Dazu Heiner Frost: „Was wir den Leuten am 17. Juni bieten, ist, wenn man so will ‚Public Hearing‘ – allerdings ohne Großleinwand und Vuvuzelas.“

Solisten des Konzertes sind neben Esther-Marie Verbücheln Mirjam Hardenberg (Cello) und Stella Ottinger (Violine). Bei Bachs Ouverture h-moll wird Anja Speh Cembalo spielen.

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