Trauer

Karikaturist Ralf Conrad aus Rees-Mehr verstarb 71-jährig

Künstler Ralf Conrad aus Mehr zeichnet Briefmarken am Computer, auch sich selbst.

Foto: Johannes Kruck

Künstler Ralf Conrad aus Mehr zeichnet Briefmarken am Computer, auch sich selbst. Foto: Johannes Kruck

Mehr.   Der bekannte Illustrator und Karikaturist war ein gefragter Zeichner. 25 Jahre karikierte er als Willi W(i)esel für die NRZ, in Rees lehrte er Kunst

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Der erste Weihnachtstag wird für Familie Conrad nie mehr so sein, wie er einmal war. Im Kreis seiner Frau, den Söhnen, Schwiegertöchtern und Enkel verstarb Ralf Conrad 71-jährig am Abend des 25. Dezembers an einem Herzinfarkt in seinem Haus in Mehr, wohin Familie Conrad im Jahr 1976 zog.

Ralf Conrad war eine bekannter Illustrator und Karikaturist. Zeichnen war seine Leidenschaft. „Ob klassisch oder am Computer, die freie Linie ist mein Markenzeichen“, beschrieb er einmal seine Arbeit. Weit über 200.000 Karikaturen und Hunderte von Gemälden zeugen davon. Sein Können vermittelte der Rheinland-Pfälzer als Lehrer in den 80er bis Ende der 90er Jahre als Kunstpädagoge am Reeser Gymnasium Aspel.

Von 1983 bis 2008 war er als NRZ-Karikaturist tätig

Viele NRZ-Leser werden ihn kennen, aus der Zeit, als er Woche für Woche am Samstag den Willi W(i)esel in der Weseler Ausgabe präsentierte. 25 Jahre, von 1983 bis 2008, war er als NRZ-Karikaturist tätig. In der Kreisstadt Wesel zeichnete Ralf Conrad das politische Geschehen. Aber auch Prominente hat er karikiert, von Politikern über Sportler bis hin zu Majestäten. Er entwarf Briefmarken im Auftrag der Deutschen Post, regelmäßig war er auf der Cebit und auf anderen großen Messen für bekannte Unternehmen aktiv, besonders auch als Event-Karikaturist. Vor Ort brachte er die Gesichter der Menschen direkt zu Papier. Vor vier Jahren gab es eine Ausstellung mit seinen Werken im Museum und Heimathaus Eiskeller in Diersfordt. Noch im November zeichnete er beim Unternehmerabend in Wesel Karikaturen der Gäste. In Rees war er über Jahrzehnte in der SPD aktiv, engagierte sich im Heimatverein Haffen-Mehr und im Vereins „Mehr Spannung e.V.“ zum Erhalt des Trafoturms an der Hanenkroitstraße, das der Verein von RWE erwarb und seitdem von ihm künstlerisch betreut wurde.

Conrad entwarf das Plakat für „Unser Dorf hat Zukunft“

Erst in diesem Sommer entwarf Ralf Conrad das Plakat für die Bewerbung von Mehr bei „Unser Dorf hat Zukunft“ und erstellte die Bewerbungs-Broschüre „MEHR ist mehr“ für die Bewertungskommission. Nicht nur in seiner Familie und im Freundeskreis wird er fehlen.

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