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Kaserne Emmerich: Weiterer Supermarkt? Noch ist nichts klar

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Marco Virgillito ordnet die Lage für die Ansiedlung eines Vollsortimenters an der Kaserne in Emmerich ein.

Marco Virgillito ordnet die Lage für die Ansiedlung eines Vollsortimenters an der Kaserne in Emmerich ein.

Foto: Thorsten Lindekamp / FFS

Emmerich.  Das Gerücht macht die Runde, Edeka Brüggemeier neben Aldi an der Kaserne sei schon fix. Ist es nicht. Die Lage ist unverändert kompliziert.

Am Neumarkt ist die Baustelle für das neue Vivatrium inzwischen so weit vorangeschritten, dass man gut erkennen kann, wie das Wohn- und Geschäftshaus mit Ankermieter Edeka Brüggemeier mal aussehen könnte. Es kommt endlich voran.

Noch nicht erkennbar am Horizont ist ein anderes Einzelhandels-Projekt, das – so ist zu vernehmen – damit zusammenhängt. Die Politik hat Edeka Brüggemeier inoffiziell signalisiert, wenn an der Kaserne sich neben Aldi auch noch ein Vollsortimenter, also ein großer Supermarkt mit komplettem Sortiment, ansiedeln darf, dann bekommt Brüggemeier den Vorzug, weil das Unternehmen Emmerich am Neumarkt einen Gefallen tut.

Bedarf muss nachgewiesen werden

Es gibt Gerüchte, an der Kaserne sei alles geregelt. Edeka komme. Ist es nicht. Um das Ganze ins Rollen zu bringen, bräuchte es einen politischen Beschluss, um die Änderung des Flächennutzungsplanes zu beantragen. Schon für die Ansiedlung von Aldi musste die Stadt Emmerich bei der Bezirksregierung Düsseldorf gute Argumente vorbringen. Mit Hängen und Würgen hat’s geklappt.

Das Kernproblem ist ein altbekanntes. Die Kaserne liegt nicht im definierten Handelszentrum. Das liegt in der Innenstadt. Für eine Supermarktansiedlung außerhalb des eingegrenzten Kerns muss ein Nachweis für einen Bedarf erbracht werden. Dieser ist nun durch Aldi erstmal abgedeckt. Wird die Wohnbebauung an der Kaserne und in der nahen Umgebung weiter voran getrieben, dann gibt es vielleicht eine Chance auf den Vollsortimenter.

Man braucht einen guten Beipackzettel

Völlig irrelevant ist dabei die gute Lage an der B220 mit dem Durchgangsverkehr Niederlande, A3, Kleve. Während Investoren hier die Klasse klingeln hören, spielt das für die Planer in Düsseldorf keine Rolle. Der Bedarf in der Nahversorgung zählt. Einen Schnellschuss für so einen Antrag, hört man hinter vorgehaltener Hand, wird es nicht geben. Man braucht einen guten Beipackzettel für den Antrag. Denn womöglich hat Emmerich nur einen Versuch offen.

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