Aktionstage

Kinder aus Rees informierten über Verschmutzung der Meere

Die teilnehmenden Kinder der Aktionstage „Plastiktüte? – Nein Danke!“ mit dem selbstgebastelten Wal, der Müll gefressen hat.

Foto: Markus Joosten

Die teilnehmenden Kinder der Aktionstage „Plastiktüte? – Nein Danke!“ mit dem selbstgebastelten Wal, der Müll gefressen hat. Foto: Markus Joosten

Rees.   Bei den Aktionstagen „Plastiktüte? – Nein Danke!“ beschäftigten sich Kinder aus Rees am Wahrsmannshof mit der Verschmutzung der Meere.

„Wir sagen Nein zur Plastiktüte – und ihr auch!“ Mit Nachdruck wiederholten die Kinder das Motto, unter dem sie zuvor insgesamt drei Nachmittage lang gearbeitet hatten. Denn im Zentrum der Aktionstage „Plastiktüte? – Nein Danke!“ des Natur- und Umweltbildungszentrums Wahrsmannshof und des Vereins „Fremde werden Freunde“ für deutsche und syrische Kinder und Jugendliche standen Zusammenhänge zwischen dem eigenen Umgang mit Plastikmüll und der Verschmutzung der Meere. Am Freitag präsentierten die Kinder auf dem Wahrsmannhof ihre Ergebnisse.

Gefahren für Möwen und Robben

Den Weg des Mülls von uns in die Meere erklärte den Eltern und anderen Gästen mutig der 8-jährige Marc aus der dritten Klasse der Grundschule Rees. Auf einem Plakat hatten die Kinder zum Beispiel die weite Reise von Plastiktüten vom Rheinufer an die Meeresstrände dargestellt. „Am Strand dauert es mehrere hundert Jahre, bis sich der Müll zersetzt hat“, wusste Marc zu berichten. Zu sehen war auf dem Plakat auch die Gefahr für Tiere wie etwa Robben, sich im Müll zu verheddern. Letztes trauriges Motiv darauf war eine tote Möwe. Marc erklärte: „Die Möwe hat so viel Plastik gefressen, dass in ihrem Bauch kein Platz für richtiges Essen mehr war.“

Die Gruppe, die sich aus Schülern der Grundschulen Rees und Haldern zusammensetzte, präsentierte den Erwachsenen dann zehn Regeln, um selber unnötigen Plastikmüll zu vermeiden. Darunter auch Tipps, an die im Alltag nicht jeder Erwachsene unbedingt denkt, beidseitiges Kopieren von Bildern zum Beispiel.

Stofftaschen bedruckt mit Gedichten

Die Kinder führten außerdem ein pantomimisches Theaterstück auf und zeigten einen kurzen Film. Auch Selbstgebasteltes gab es am Freitag: Etwa Stofftaschen bedruckt mit Gedichten zum Thema, die die Kinder selbst geschrieben hatten. Der siebenjährige Ryan und Marie Christine (11) zeigten selbstgebautes Spielzeug aus Plastiktüten, zum Beispiel zwei Fallschirme mit kleinen Puppen dran.

Optisch stach bei der Veranstaltung ein gebastelter Wal hervor, das Maul weit aufgerissen und von den Kindern mit Plastiktüten und anderem Müll gestopft. Ein Bild, das symbolisch steht für das, womit sie sich im Laufe des Projekts beschäftigt haben.

Und am Ende blieb neben dem energischen Appell aller Kinder Marcs mahnende Prognose im Gedächtnis: „Bald schwimmt mehr Plastik im Meer als Fische.“

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