Kindertagesstätte

Kita-Bau soll in Emmerich im Schnellverfahren geschehen

Auf dem Kasernengelände in Emmerich soll am 1. August eine Kindertagesstätte eröffnen.

Foto: Alexandra Roth

Auf dem Kasernengelände in Emmerich soll am 1. August eine Kindertagesstätte eröffnen. Foto: Alexandra Roth

Emmerich.   Die neue Kita auf dem Kasernengelände soll in nur fünfeinhalb Monaten errichtet werden. Der Investor stellte die neuesten Pläne vor.

Am 15. Februar soll es losgehen. Der Baubeginn der Kindertagesstätte auf dem Kasernengelände wird unmittelbar nach Eingang der Baugenehmigung starten. Das verspricht zumindest Matthias Wünsch von der Heyden, Geschäftsführer der Bauherrengesellschaft Phoenix, und stellte im Jugendhilfeausschuss die neuesten Pläne für das 2700 Quadratmeter große Areal an der Ostermayerstraße vor. Geplant wird eine fünfzügige Kindertagesstätte, die zu Beginn aber erst zweizügig anlaufen soll. Geplant wird für den Start auch noch eine Gruppe in einer Großtagespflege. Wenn es im August weiteren Bedarf geben sollte, könne man auch mit einer dreizügigen Kita beginnen, sagte Gaby Niemeck, stellvertretende Fachbereichsleiterin.

Anderthalbgeschossige Kita

Investor Wünsch von der Heyden sicherte dem Ausschuss zu, dass man bis zum 1. August die Kita errichtet haben werde. Sollte die Baugenehmigung Mitte Februar vorliegen, wären dies also nur fünfeinhalb Monate Bauzeit – ein ambitionierter Plan, der Zweifel an der Einhaltung aufkommen lassen könnte. Wünsch von der Heyden betonte, dass am 1. August nicht nur die Kita fertig sein soll, sondern auch das Außengelände. „Die Kinder werden nicht auf einem Baustellengelände spielen müssen. Im Gegenteil, sie haben sogar außerordentlich viel Platz zum Spielen.“

Nutzfläche von 1000 Quadratmetern

Die Kita wird anderhalbgeschossig errichtet und umfasst eine Nutzfläche von 1000 Quadratmetern. Das ausführende Bauunternehmen kommt aus Bremen. Das Bauunternehmen Hagemann habe den Zuschlag erhalten und arbeite bereits seit vielen Jahren mit dem Investor Phoenix zusammen. Der Bauleiter habe in Köln bereits sieben Kitas errichtet.

Kann man ein so großes Gebäude in fünfeinhalb Monaten errichten? Architektenkollegen aus dem Kreis Kleve haben da ihre Zweifel. Die NRZ hakte bei einem Architekten nach, der in jüngster Zeit mehrere Kindertagesstätten im Kreis errichtet hat: „Wir benötigen in konventioneller Bauweise immer siebeneinhalb bis acht Monate Bauzeit. Und das ist schon schnell“, sagte er. „Man kann doch Kinder nicht in eine feuchte Bude stecken.“

In Fertigbaureise errichten

Matthias Wünsch von der Heyden klärt auf, dass die Kita an der Ostermayerstraße nicht konventionell errichten werden soll, sondern in einer Fertigbauweise. Mit Hilfe von vorproduzierten Modulen könne man Trocknungszeiten minimieren. Zurzeit laufen noch die Details über die genaue Bauausführung. In Emmerich werde es einen Mix aus Fertigbau und Bau vor Ort geben. Ob die Wände bereits fertig verputzt geliefert werden, konnte Wünsch von der Heyden noch nicht sagen.

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