Punk

Kopf frei durch fetzige Musik in der Raiffeisenhalle Rees

Für die Mitglieder der Band Saint Serpent war der X-Mas Bash der erste gemeinsame Auftritt in dieser Formation.

Foto: Erwin Pottgiesser

Für die Mitglieder der Band Saint Serpent war der X-Mas Bash der erste gemeinsame Auftritt in dieser Formation. Foto: Erwin Pottgiesser

Rees.  Ausgelassene Stimmung bei Punk Meets People. Dieses Mal standen auf der Bühne Cargo Goods, Saint Serpent, Crash Down und The Tips.

Punk Meets People, das heißt wörtlich und aus dem Englischen übersetzt, Punk trifft auf Leute. In der Raiffeisenhalle in Rees beim „X-Mas Bash“ konnte man allerdings Menschen treffen, denen das noch mehr bedeutet. Eines vorneweg: Punk heißt nicht hart und herzlos, das hat der Abend bewiesen. Im Gegenteil war die Stimmung ausgelassen, die Musik stand, zusammen mit der Freundschaft, im Vordergrund.

Der Gründer sucht Bands immer noch selbst aus

Genau das ist, was für den Vorsitzenden und Gründer des Vereins PMP, Stefan Börgers, Punk Meets People heißt. Für ihn heißt es aber auch sonst, an einer Herzensangelegenheit zu arbeiten. Er, der selber Musiker ist, musste nämlich feststellen, wie klein die Bühne für junge Bands tatsächlich ist. Genau das möchte er verbessern, mit seiner Plattform, die er seit nun neun Jahren Bands anbietet. Diese sucht er dabei immer noch selbst aus.

Erst spielte Cargo Goods, dann Saint Serpent

Dieses Mal ist er dabei unter anderem auf die Band Cargo Goods gestoßen. Die fünf Mitglieder kamen direkt nach einem abgespielten „Rudolph the Red-Nosed Reindeer“-Punkcover und aus ihrem Halderner Bandcontainer auf die Bühne gestürmt, um mit ihrem Ausgelassene Stimmung bei Punk Meets People. Jetzt standen auf der Bühne Cargo Goods, Saint Serpent, Crash Down und The Tips.

Darauf folgte Saint Serpent. Für die Band mit Mitgliedern aus Rees, Haldern, aber auch Düsseldorf hieß der X-Mas Bash ihr erster gemeinsamer Auftritt. Sänger Tom Engel war aber „trotzdem nicht so aufgeregt“. Der spielt nämlich schon in manchen anderen Bands, besonders Richtung Metal. Das merkt man der Musik an, besonders im Vergleich mit Cargo Goods wirkte deren Musik derber, es wird weniger gesungen und mehr geschrien. Die Texte behalten für Engel, trotz der akustischen Chiffrierung, dennoch Relevanz: „Ich möchte mit meinen Texten etwas ausdrücken, aber jedem Raum für seine eigene Interpretation geben.“

Weg von der Gemütlichkeit der Feiertage

Begeistert ist er besonders vom PMP-Team „es macht Spaß zu spielen, das Equipment ist gut, sowie die Organisation, die geleistet wurde.“ Damit lobt er unter anderem Ivonne Echterhoff. Sie ist eines der 14 Mitglieder des Vereins, der das Event geleistet hat. Für sie, die sich als „Mädchen für Alles“ bezeichnet, heißt X-Mas Bash eine Gelegenheit von der Gemütlichkeit der Feiertage einmal wegzukommen und den Kopf frei zu bekommen, was wohl u.a. ein Grund für den Erfolg dieses besonderen Formats ist.

Und tatsächlich geht es wild zu bei Crash Down. Die junge Band hatte einen ihrer ersten Auftritte vor neun Jahren mit der Vorversion von Punk Meets People. Dieser vierte Auftritt nun heißt für die Band also ein Nach-Hause-Kommen, zu ihren Anfängen. „Auch wenn im Moment viel passiert, wir vernachlässigen die Heimat nicht“, heißt es da. Gerade erst hat Crash Down nämlich deren erstes Album „Quintessence“ herausgebracht, der Auftritt in Rees war quasi Teil der Promo-Tour, und in Ausbildung und Studium gibt es auch viel zu tun. Dass da trotzdem noch ihre neue Homepage crashdown-band.de erfolgreich ins Netz gebracht werden konnte, ist für die Mitglieder ein Wunder, „viel Blut, Schweiß und Taschengeld“ habe das gekostet.

Das Trio The Tips stieß aus Düsseldorf dazu

Etwas etablierter geht es da für The Tips zu. Auf der Bühne konnten sie in den vergangenen drei Jahren 180 Konzerte in ganz Europa verzeichnen, jetzt brachten sie ihren besonderen Sound nach Rees. Und der ist, trotz der längeren Geschichte, längst nicht eingeschlafen. Der Mix aus Punk, Funk und Reggae wird durch ein ziemlich verrücktes Bühnenprogramm unterstützt, mit Mitmachen für die Zuschauer und Instrumentenwechsel für die Musiker.

VEREIN PMP-SHOWS SCHON 2013 GEGRÜNDET

Im Jahr 2008 wurde das erste Mal eine Veranstaltung in diesem Stil durch Stefan Börgers veranstaltet; im Jahr 2013, also fünf Jahre später, wurde dann der zugehörige Verein PMP-Shows e.V. gegründet.

Circa 200 Besucher wurden von den vier Bands Saint Serpent, Cargo Goods, Crashdown und The Tips angezogen

Weitere Informationen über PMP findet man unter anderem auf deren Homepage pmp-shows.de.

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