Corona-Infektionen

Kreis Borken: Infektionsgeschehen hat sich stark beruhigt

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Nach zuvor hoher Dynamik hat sich das Infektionsgeschehen im Kreis Borken stark beruhigt. 141 Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurden im Zeitraum vom 13. bis zum 19. September gemeldet.

Nach zuvor hoher Dynamik hat sich das Infektionsgeschehen im Kreis Borken stark beruhigt. 141 Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurden im Zeitraum vom 13. bis zum 19. September gemeldet.

Foto: Hendrik Schmidt / dpa

Kreis Borken.  Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Kreis Borken zurückgegangen. Nach zuvor hoher Dynamik hat sich das Infektionsgeschehen stark beruhigt.

141 Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurden im Zeitraum vom 13. bis zum 19. September im Kreis Borken gemeldet. Damit ist die Zahl der Neufälle gegenüber der Vorwoche um 48 Prozent zurückgegangen. Das teilt das Kreisgesundheitsamt Borken mit und erklärt: „Nach zuvor hoher Dynamik hat sich das Infektionsgeschehen stark beruhigt – wir verzeichnen eine deutlich sinkende Tendenz.“

Ursächlich für die Neuinfektionen sind Kontakte am Arbeitsplatz: 11 Fälle; 7,8 Prozent (Vorwoche: 20 Fälle; 7,4 Prozent); im Haushalt/Privat: 66; 46,8 Prozent (Vorwoche: 128; 47,2 Prozent); bei Reisen: 8; 5,7 Prozent (Vorwoche: 8; 2,9 Prozent); bei Feiern: 1; 0,7 Prozent (Vorwoche: 2; 0,7 Prozent); in Einrichtungen: 7; 5 Prozent (Vorwoche: 11; 4 Prozent) und in Schulen: 4; 2,8 Prozent (Vorwoche: 0). Nicht ermittelt werden konnte in 44 Fällen, also 31,2 Prozent, (Vorwoche: 80; 29,5 Prozent) die Ursache.

Vor allem jüngere Altersgruppen sind betroffen

Die Aufteilung der Infektionen auf die vorgenannten Ursachen hat sich im Vergleich zur Vorwoche kaum verändert. Damit bestätigt sich weiterhin die Erkenntnis, dass (Folge-) Infektionen insbesondere im häuslichen/familiären Umfeld entstehen. Zudem konstatiert der Kreis, dass vom Infektionsgeschehen nach wie vor vor allem die jüngeren Altersgruppen betroffen seien.

Schule wie auch Kindergarten tragen allerdings kaum noch zum Infektionsgeschehen bei. Dort gelten daher inzwischen auch andere Regelungen im Umgang mit Einzelinfektionen. Es wird grundsätzlich nur noch die infizierte Person in Quarantäne gesetzt. Ansonsten kann der Betrieb weiterlaufen. Dabei wird flankierend getestet. Diese Neuerung ist im Kreis Borken problemlos umgesetzt worden. Folgeinfektionen in den Schulen und Kindergärten sind weiterhin die absolute Ausnahme.

Ausbrüche in Einrichtungen gut gemeistert

Die Ausbruchsgeschehen der letzten drei Wochen in einzelnen Einrichtungen ist beendet. Nach nochmaliger Testung konnte der Kreis Entwarnung geben. Die Krankheitsverläufe der betroffenen Heim-Bewohnerinnen und -Bewohner und des infizierten Personals waren weitgehend unauffällig und komplikationslos.

Das Kreisgesundheitsamt wertet dieses mild verlaufene Infektionsgeschehen als gelungenen „Stresstest“ der zu Beginn des Jahres erfolgten Impfungen in den Einrichtungen: Es mache deutlich, wie wichtig das Impfen sei. Inzwischen wurde mit den Drittimpfungen in den Einrichtungen der Altenpflege und der Eingliederungshilfe begonnen, um den Impfschutz bei den besonders vulnerablen Personengruppen weiter abzusichern.

So steht es um den Impfstatus

Zum Impfstatus: Von den 141 (Vorwoche: 271) Neuinfektionsfällen waren 49 (98) Fälle, also 35 Prozent (36 Prozent), mindestens einmal geimpft. Der Anteil vollständig geimpfter Personen an den 141 Gesamtinfektionen beträgt rund 32 Prozent. Von den Infektionen sind zu zwei Dritteln nicht geimpfte Personen betroffen.

Seit letzter Woche werden landesweit weitere Faktoren zur Bewertung der Entwicklungen der Pandemie berücksichtigt. Dazu gehört auch der Hospitalisierungsfaktor. Dieser Wert besagt, wie viele Patienten pro 100.000 Einwohner aufgrund von Covid-19 intensivmedizinisch behandelt werden.

Niedriges Niveau beim Hospitalisierungsfaktor

Dieser Wert wird nur auf Landesebene ermittelt, um regionale Unterschiede in der Krankenhausdichte nicht zu Lasten dieser Regionen zu interpretieren. Dieser Faktor stagniert seit der Erfassung auf niedrigem Niveau. Dies belegen auch die Zahlen des Klinikverbundes Westmünsterland und des St. Antonius-Hospitals in Gronau.

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