Feuerwehr-Delegiertentag

Lob für gute Nachwuchsarbeit der Kreisfeuerwehr Borken

Sonntag trafen sich weit über 100 Delegierte in Werth, um Rückblick zu halten auf das Jahr 2017, aber sich auch über die Zukunft zu informieren.

Sonntag trafen sich weit über 100 Delegierte in Werth, um Rückblick zu halten auf das Jahr 2017, aber sich auch über die Zukunft zu informieren.

Foto: Konrad Flintrop

Werth.   Delegiertentagung des Kreisfeuerwehrverbandes Borken. Die 38 Löschzüge wurden im Vorjahr allein wegen 736 Bränden alarmiert. Lob für Engagement.

Mehr als 4000 Feuerwehrmänner und –frauen werden vom Kreisfeuerwehrverband Borken vertreten. Sonntagvormittag trafen sich weit über 100 Delegierte in der Stadthalle Werth, um Rückblick zu halten auf das Jahr 2017, aber sich auch über die Zukunft zu informieren.

Die 17 freiwilligen Feuerwehren, die aus 38 örtlichen Löschzügen und –gruppen bestehen, waren im vergangenen Jahr zu insgesamt 736 Bränden, 757 Bandobjekten und 1551 technische Hilfeleistungen gerufen worden und 561 Mal gab es Fehlalarm. 641 Kameraden nahmen an Aus- und Fortbildungsmaßnahmen teil, 586 an Feuerwehrgrundausbildungen und insgesamt 240 Leistungsnachweise wurde erworben – davon je zwei für die 35. und 40. Teilnahme.

Feuerschutz funktioniert

„Das Feuerwehrwesen existiert trotz seines hohen Traditionsbewusstseins nicht eigenständig und ohne Wechselwirkung mit den gesellschaftlichen Systemen,“ wusste Kreisbandmeister Johannes Thesing zu berichten, „und es bleibt nicht unbeeinflusst von der Entwicklung in Politik und Wirtschaft sowie von positiven und negativen Trends.“

Noch verfüge der Kreis Borken über ein gut funktionierendes Feuerschutz- und Rettungswesen, welches überwiegend vom Ehrenamt getragen würde. Im Kreis verfüge man noch über einen guten Stand, den man auch zukünftig im Interesse der Bevölkerung halten müsse.

Jedoch ohne die Jugendfeuerwehr hätte man bei der Personalgewinnung große Probleme. „So ist es mir eine Herzensangelegenheit, allen Jugendfeuerwehrwarten/innen und die Betreuer für die sehr gute Nachwuchsarbeit in unseren 17 Jugendfeuerwehren des Kreises Borken zu danken“, fügte er hinzu.

Auch die Kommunen und der Kreis Borken seien in den letzten Jahren nicht untätig gewesen und hätten erhebliche Mittel in Ausstattung und Gebäude investiert und somit wurde eine gute Basis geschaffen, die jedoch zukünftig, dauerhaft mit motiviertem Personal ausgestatteten werden müsse.

Aber auch das Land NRW setze mit ihrer Kampagne „Freiwillige Feuerwehr – Für mich – Für alle“ hier an. Gebraucht würden kluge Lösungsstrategien, um Menschen für die Mitarbeit in der Feuerwehr zu gewinnen und auch zu halten, denn die fehlende Anerkennung für den gefahrvollen Dienst bei der Allgemeinheit und auch von Verantwortlichen in manchen Kommunen führe vielfach dazu, dass die Zahl der Feuerwehrleute, die nach Jahren aktiven Dienstes die Feuerwehr verlassen, steige.

Schutz ist gewährleistet

Jedoch versprach Kreisbrandmeister Johannes Thesing, dass auch zukünftig ein allumfassender Schutz der Bevölkerung in den Städten und Gemeinden des Kreises Borken durch die Feuerwehr sichergestellt sei. Bürgermeister Michael Carbanje ging auf die Bedeutung der Isselburger Feuerwehr ein, die über das übliche Maß hinausginge und sich nicht nur auf das Löschen von Bränden beziehe.

Bezirksbrandmeister Donald Niehues warb bei den Feuerwehren mit einer Jugendfeuerwehr darum, sich einmal Gedanken über eine Kinderfeuerwehr zu machen, denn er sei sicher, dass man Kinder schon früh für die Feuerwehr begeistern könnte.

WAHLEN BEIM DELEGIERTENTAG

Bei der Delegiertentagung wurden folgende Kameraden ohne Gegenstimmen zu Beisitzern gewählt: BI Christan Dekker, Bocholt, GBI Andre Szczesney aus Raesfeld, OBM Thomas Sievert aus Schöppingen.

Zu stellvertretenden Beisitzern gewählt wurden auf der Delegiertentagung GBI Jörg Wachtmeister aus Raesfeld und BOI Stefan Hüging aus Velen.

Der derzeitige Geschäfts- und Kassenführer BOI Egbert Gördes, der dieses Amt seit 1985 ausübt, möchte mit Erreichen des 60. Lebensjahres im Juli 2018 aus dieser Funktion ausscheiden.


Jörg Telaar (BR), stellvertretender Leiter der Feuerwehr Bocholt, hat sich bereit erklärt, dieses Amt zu übernehmen und erhielt ohne Gegenstimmen das Vertrauen der Versammlung.

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