Umwelt

Lob für Reeser Schulgarten kam auch vom Europa-Abgeordneten

Christian Chwallek, (2.v.r.) überreichte die Auszeichnung „Schmetterlingsfreundlicher Schulgarten" der NABU Nordrhein-Westfalen an die Rheinschule in Rees.

Foto: Klaus-Dieter Stade

Christian Chwallek, (2.v.r.) überreichte die Auszeichnung „Schmetterlingsfreundlicher Schulgarten" der NABU Nordrhein-Westfalen an die Rheinschule in Rees. Foto: Klaus-Dieter Stade

Rees.   Beim Projektes „Zeit für Schmetterlinge“ zeichnete der Naturschutzbund NRW den Schulgarten der Rheinschule als auch Kita „Hand in Hand“ aus.

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Die leckeren Äpfel des selbst gemachten Kuchens, den zwei Lehrerinnen servierten, stammten aus dem eigenen Garten der Hauptschule, keine fünf Minuten vom Unterrichtsgebäude entfernt. Und Äpfel sind nicht das Einzige, was dort auf 1500 Quadratmetern, davon 800 bewirtschaftet, wächst. Jetzt wurde dieser Schulgarten ausgezeichnet, und zwar durch den Naturschutzbund NRW.

„Schmetterlingsfreundlicher Garten“ darf sich das biologische Kleinod seither nennen. Denn unter Leitung von Bio-Lehrerin Sabine Bussmann hatte die Rheinschule am landesweiten NABU-Projekt „Zeit der Schmetterlinge“ teilgenommen. Und wie 14 weitere Schulen und fünf Kindertagesstätten in NRW, darunter auch „Hand in Hand“ aus Rees, gab’s jetzt eine Auszeichnung für den „wertvollen Beitrag zum Erhalt der heimischen Schmetterlinge“.

Schmetterlingsfest gefeiert

Die Kindertagesstätte der Lebenshilfe Unterer Niederrhein hatte gemeinsam mit Eltern, Kindern und den Erziehern im Frühjahr 200 Schlehen und 60 Stauden in einem 20 Meter-Graben gepflanzt. In einem Netz züchteten sie die Falter und ließen sie dann im Rahmen eines Schmetterlingsfestes fliegen.

Davon war Christian Chwallek, stellvertretender Nabu-Landesvorsitzender, ebenso angetan wie vom „unglaublich großen Schulgarten“, wie er vor einer Abordnung von Schülerinnen und Schülern sagte, in dem sogar so alte Apfelsorten wie die „Schlafnase“ gedeihen. Gepflegt wird der Schulgarten, der unter Leitung von Sabine Bussmann besonders aufblüht, von gut 40 Schüler(innen) der Klassen 8 und 9.

„Freiwillig“, ergänzte die Pädagogin, und zwar im Rahmen des Wahlpflicht-Unterrichts. So würden sich die Jugendlichen etwa um Beete sowie um Schmetterlings-Flieder kümmern. „Bei Wind und Wetter“, wie Sabine Bussmann hervorhob. Und betonte, dass das Projekt nur durch die finanzielle Unterstützung vom Förderverein und der „XII-Apostel-Stiftung“ möglich sei. Auf jeden Fall würde Projekt, bei dem die Jugendlichen nicht nur mehr Gespür für die Natur entwickeln würden, sondern auch handwerkliche Fähigkeiten einsetzen könnten, auch weitergeführt.

Der Schirmherr des Nabu-Projektes, der Europa-Abgeordnete Karl-Heinz Florenz, würdigte das Engagement ebenso wie Bürgermeister Christoph Gerwers. Auch die Landwirtschaft habe in der Vergangenheit zum Aussterben vieler Insekten beigetragen, räumte der Gast aus Brüssel, selbst Landwirt, ein. „Wir haben aber verstanden, dass wir etwas ändern müssen“, machte er den jungen Leuten Mut. „Das ist aber ein langer Weg. Und da brauchen wir eure Unterstützung“, appellierte Florenz, sich weiter für die Umwelt zu engagieren.

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