Berufsinfotag in Rees

Medizinische Berufe standen beim Infotag hoch im Kurs

Beim Berufsinfo-Tag im Gymnasium Aspel interessierten sich besonders die Mädchen für medizinische Berufe, hier mit Apothekerin Esther Beckmann.

Foto: Markus Joosten

Beim Berufsinfo-Tag im Gymnasium Aspel interessierten sich besonders die Mädchen für medizinische Berufe, hier mit Apothekerin Esther Beckmann. Foto: Markus Joosten

Rees.   Berufsinfotag am Reeser Gymnasium Aspel. 18 Firmen und Behörden nahmen teil. Mitarbeiter stellten sich Fragen der gut 70 Neuntklässler.

Bundeswehr-Karriereberater, Mitarbeiter der Landespolizei oder Vertreter der Volksbank Emmerich-Rees: Beim Berufsinfo-Tag, der wieder im Gymnasium Aspel stattfand, gab es für die Neuntklässler Gelegenheit, aus erster Hand Wissenswertes über Jobs oder Studien-Perspektiven zu erfahren.

18 Berufsbilder wurden vorgestellt

Organisiert hatte die Veranstaltung Sebastian Janzen, neben seiner Lehrtätigkeit am Gymnasium viel beschäftigter Koordinator für Berufs- und Studienorientierung im Hause. „Ich freue mich, dass das Interesse sowohl bei Betrieben und Behörden als auch bei unseren Schülerinnen und Schülern wieder sehr groß ist“, sagte der Pädagoge.

Von der ersten bis zur fünften Unterrichtsstunde konnten sich die gut 70 Gymnasiasten parallel in vier Klassenräumen aus erster Hand von insgesamt 18 Berufen ein Bild machen. Hier rührte etwa die Reeser Apothekerin Esther Beckmann kräftig die Werbetrommeln für ihren Berufsstand – vor gut einem Dutzend junger Mädchen im Alter von 15 Jahren. „Wir interessieren uns für einen medizinischen Beruf“, begründeten zum Beispiel Viola Pierkes aus Rees und ihre Mitschülerin Leonie Höfkens aus Kalkar ihre Anwesenheit – wie fast alle anderen Teilnehmerinnen auch.

Apotheken leiden unter Fachkräfte-Mangel

„Man muss nur vier Jahre studieren, verdient gut und kann überall in Deutschland arbeiten“, machte die Apothekerin den jungen Frauen Appetit auf den Beruf. Die Branche leide ebenso wie viele andere unter Fachkräfte-Mangel, wusste Esther Beckmann zu berichten, in deren Apotheke 14 Mitarbeiterinnen beschäftigt sind.

Architekt Jürgen Terlinden aus Rees hatte sich ebenso Zeit genommen, um den Jugendlichen seinen Beruf vorzustellen und ihnen so eine Orientierung zu geben. „Wir als Arbeitgeber bekommen auch etwas zurück“, sagte er mit Blick auf zig Praktikums-Anfragen.

Gefragt sind Jobs bei Polizei und Bundeswehr

Besonders gefragt bei den jungen Leuten war – neben Polizei und Bundeswehr – der Beruf des Mediziners. „Da saßen zu 90 Prozent Mädchen im Klassenraum“, wusste Sebastian Janzen. Bei der Vorstellung des Ingenieur-Berufes sah es genau umgekehrt aus. 90 Prozent Jungen löcherten den Fachmann eines Chip-Herstellers aus Dortmund, der für die Auto-Brache als Zulieferer tätig ist.

Anders als im Vorjahr blieb die Teilnehmerzahl bei der Vorstellung der Stadtverwaltung Rees überschaubar. „Die fünf Mädchen und Jungen waren dafür sehr interessiert“, sagte der Koordinator des Tages.

Landesinitiative ‘Kein Abschluss ohne Anschluss’“

Der ergänzte, dass es in diesem Jahr erstmals nur den Berufsinfotag im Gymnasium gab, und keine Fahrten – wie sonst – in Unternehmen. „Das passiert jetzt in den achten Klassen im Rahmen der Landesinitiative ‘Kein Abschluss ohne Anschluss’“, erklärte der Lehrer.

An drei Tagen lernen die Jugendlichen so Firmen kennen. „Um die Plätze müssen sie sich selbst kümmern“, sagte Janzen. Was absolut super geklappt habe. Nur bei drei Schülern hätte er sich bei der Suche nach einem Platz noch einschalten müssen!

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