Gesundheit

Mehr Kinder im Kreis Kleve wegen RS-Virus im Krankenhaus

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Auch im Kreis Kleve macht sich das RS-Virus breit. Es kommen vermehrt infizierte Kinder ins Krankenhaus.

Auch im Kreis Kleve macht sich das RS-Virus breit. Es kommen vermehrt infizierte Kinder ins Krankenhaus.

Foto: Marijan Murat / dpa

Kreis Kleve.  Im Kreis Kleve infizieren sich immer mehr Menschen mit dem RS-Virus. Kinderkliniken spüren verstärkten Zulauf. So überträgt sich das Virus.

Das Respiratorische Synzytial-Virus, kurz RS-Virus, löst Infektionen sowohl der oberen als auch der unteren Atemwege aus. Eine Infektion mit dem Erreger ist in jedem Lebensalter möglich. Vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern verbreitet sich das Virus besonders schnell und kann schwere Erkrankungen der unteren Atemwege mit möglicher Krankenhauseinweisung auslösen. Auch im Kreis Kleve sind zurzeit vermehrt Kinder betroffen.

Da nach dem Infektionsschutzgesetz für den Nachweis des Virus keine Meldepflicht besteht, können keine genauen Zahlen ermittelt werden. Die Kinderkliniken am St.-Clemens-Hospital Geldern sowie am St.-Antonius-Hospital Kleve melden jedoch einen verstärkten Zulauf an Kindern, die aufgrund einer Erkrankung mit dem RS-Virus stationär aufgenommen werden müssen.

Tröpfcheninfektion oder indirekte Übertragung

Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. Aber auch eine indirekte Übertragung über kontaminierte Hände und Flächen gilt als möglich. Das Virus kann über einen längeren Zeitraum auf Gegenständen überleben, beispielsweise 20 Minuten auf den Händen. Daher ist das Einhalten der allgemein bekannten Hygieneregeln von großer Bedeutung.

Hierzu gehören regelmäßiges Händewaschen, Lüften, hygienisches Husten und Niesen in die Armbeuge oder in ein Papiertuch sowie die Reinigung eventuell kontaminierter Gegenstände oder Kontaktflächen. Die Ansteckungsfähigkeit beträgt zwischen drei und acht Tagen und kann bereits einen Tag nach der Infektion und somit noch vor Symptombeginn vorhanden sein. Die Inkubationszeit liegt bei etwa fünf Tagen.

Empfehlung: Infizierte sollten Gemeinschaftseinrichtungen meiden

Um eine Weiterverbreitung effektiv zu verringern, empfiehlt die Abteilung Gesundheitsangelegenheiten des Kreises Kleve infizierten Personen daher, Gemeinschaftseinrichtungen, insbesondere Kindergärten und Krabbelgruppen, während dieser Zeit nicht zu besuchen. Ein Besuchsverbot gemäß Infektionsschutzgesetz besteht allerdings nicht. Weitere Informationen zum RS-Virus gibt es auf der Homepage des RKI unter www.rki.de.

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