Rock im Saal

Mehr Lokalbands: Rock im Saal in Haldern ändert das Konzept

Auch der Auftritt von HMLTD beim Rock im Saal 2019 war überzeugend. Aber in Zukunft wird es nur noch einen Act dieses Formates bei dem Festival geben. Die weiteren Konzerte bestreiten Lokalbands.

Auch der Auftritt von HMLTD beim Rock im Saal 2019 war überzeugend. Aber in Zukunft wird es nur noch einen Act dieses Formates bei dem Festival geben. Die weiteren Konzerte bestreiten Lokalbands.

Foto: Jens Uwe Wachterstorm / Funke Foto Services GmbH

Haldern.  Rock im Saal 2019 war finanziell für den Verein eine Katastrophe. 2020 rutscht das Festival in den März und es werden mehr Lokalbands auftreten.

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Großartige Konzerte hat das Publikum des Rock im Saal-Festivals in der bisher 25-jährigen Geschichte schon erlebt. Auch etliche namhafte Bands und Künstler fanden ihren Weg in den Saal Tepferdt: Von Kraftklub über Kula Shaker oder Triggerfinger bis Bilderbuch. Doch in Zukunft werden die Veranstalter einen Gang zurück schalten und sich ihrer Wurzeln besinnen.

Besinnen müssen. Denn der Trend zuletzt ging nach unten. Die Besucherzahlen sind gesunken. Die Bands werden nicht günstiger. Das Festival im Januar hat zwar musikalisch absolut überzeugt, aber es kamen nur rund 400 Besucher. Zu wenig. „Finanziell war das katastrophal. Wir haben ordentlich drauf zahlen müssen“, verrrät Stephan Brömling, 2. Vorsitzender des Vereins Saal Rock, der für die Organisation zuständig ist.

Es ist immer schwieriger, Karten zu verkaufen

Schon vor dem Abend mit The Cool Quest, HMLTD, Brett und Thirsty Eyes hatten die Macher bemerkt, dass es immer schwieriger wird, Konzertbesucher 22 Euro aus der Tasche zu locken. Bekanntlich ist die Konzertszene im Raum Rees insgesamt recht gut aufgestellt. Die Aktiven im Verein plagt schon länger der Gedanke, ob Rock im Saal in diesem Format dauerhaft zu realisieren ist.

Jüngst fand die Jahreshauptversammlung statt. Der Verein hat eine Lösung gefunden, wie das Festival in Zukunft weiter geführt werden kann. Zunächst mal wird der Termin geändert. Statt Ende Januar wird das Rock im Saal diesmal am Samstag, 28. März 2020, über die Bühne gehen.

Die Partner kommen Rock im Saal entgegen

„Letztendlich ist das nur möglich, weil alle Partner uns entgegen kommen. Sie wollen das Festival erhalten“, unterstreicht Stephan Brömling.

Inhaltlich heißt es: Zurück zu den Wurzeln. Es werden mehr lokale Bands auftreten: „Wir werden einen Headliner haben und ansonsten lokale Bands“, so Brömling. Stand jetzt seien neben dem Auftritt der etwas bekannteren Band zwei Bands aus der Region geplant. Auch die Sause im Anschluss an die Konzerte werde weiterhin Teil des Abends bleiben. Die Karten, die noch vor Weihnachten im Dezember in den Verkauf gehen sollen, werden günstiger.

Förderung der musikalischen Vielfalt am Niederrhein

Ganz weit her geholt ist die neue Ausrichtung ohnehin nicht: „Im Vereinszweck ist die Förderung der musikalischen Vielfalt am Niederrhein festgeschrieben“, erinnert Brömling. Dahingehend hat es auch Charme, der durchaus vorhandenen Musikszene der Region eine Bühne zu bieten.

Im Gespräch war es im Vorfeld auch, ob neue Köpfe im Verein her müssen. Aber die bisher engagierten Personen machen weiter. Wobei der Vorsitzende Guido Postulart und sein Stellvertreter Brömling turnusmäßig auch nicht zur Wahl standen. Stefan Kersten ist als Schriftführer bestätig worden. Und Postulart wird auch weiterhin das Amt des Kassierers ausführen.

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