Frauenkarneval

Mehrer Frauen feierten mit viel Musik und originellen Bütten

Gute Laune machte sich schnell breit im Saal Baumann beim Frauenkarnevalin Mehr.

Foto: Klaus-Dieter Stade

Gute Laune machte sich schnell breit im Saal Baumann beim Frauenkarnevalin Mehr. Foto: Klaus-Dieter Stade

Mehr.   Karnevalsnachmittag der kfd in Mehr war gut besucht. Dort konnte man auch erfahren, was die größten Krisen im Leben eines Mannes sind.

Den kfd-Frauenkarneval in Mehr, den wollten sich viele nicht entgehen lassen! Zuerst durften die Funkenmariechen auf die Bühne dicht gefolgt von der „Nachwuchs-Tanzgruppe“. Sie hatten sich was ganz besonderes ausgedacht. Auf den Songs von Michael Jackson tanzten sie als „Zombies“ verkleidet. Und wie sie tanzten. Man konnte erahnen, wie viel Vorarbeit dahinter gesteckt haben musste.

Jeder Handgriff und jeder Schritt saß perfekt. Mit viel „Ohh“ und „Ahh“ und Standing Ovations wurde die Tanzgruppe begleitet. Ein außergewöhnlicher Auftritt.

Auch „Golden Girls“ traten auf

Aber auch andere Tanzgruppen gaben sich an dem Nachmittag die Ehre. Beispielsweise traten die „Golden Girls“ auf. Sie kamen direkt aus dem Publikum. Ein echter Stimmungsmacher! „Letztes Jahr mussten wir auf sie verzichten, das tat richtig weh“, erinnerte Moderatorin Heike Siebers, die ihr Publikum souverän durch den Abend führte. Siebers bat die Tänzerinnen auf die Bühne.

Dann war Schunkelzeit. „Warum denn nicht mit 80 noch Tanzen und Reisen gehen?“, sangen die Besucherinnen aus vollem Halse mit. Diese Lebensfreude strahlten auch die Tänzerinnen aus. Bei der Zugabe legten sie dann nochmal richtig los. Da konnten sogar alle mitmachen und mitsingen. „Immer wieder wunderbar, wie ihr hier Stimmung in die Bude bringt!“, freute sich auch die Moderatorin.

Doch Tänzerinnen sollten nicht das einzige Highlight dieser Veranstaltung bleiben. Bärbel Pouwe kam als „Paula“ auf die Bühne und erzählte vom Schlankheitswahnsinn und den Männern. Damit war ihr der Applaus der Zuschauerinnen sicher. „Die größten Krisen im Leben eines Mannes sind: Job weg, Frau weg, Kratzer im Auto.“ Erzählte sie trocken. Was beim Publikum mit viel Heiterkeit quittiert wurde.

Programm scherzhaft gesprengt

Zum Ende sprengte sie scherzhaft das Programm, indem sie einen Programmpunkt ansagte, der gar nicht eingeplant war. Aber das angekündigte Männerballett kam dann doch nicht. „Immer wieder ein Knaller“, befand auch Heike Siebers.

Aber auch mit einer Bütt konnten die Frauen der kfd begeistern. Christa Bömer und Annette Rath hatten das goldene Buch vom Nikolaus mitgebracht. Da standen aber nicht nur die Sünden der Kinder drin, sondern „van dat ganze Dörp“. Da wurde selbst die Schützenkönigin ein bisschen auf die Schippe genommen, am Ende wurde dann aber doch nur Gutes erzählt.

Allerdings ließ man sich gerne über die geschlossene Sparkassen-Filiale aus. „Herr Kapellmeister, muss ich jetzt laut sprechen?“, fragte eine der Darstellerinnen. Ihr Mikrofon war ausgefallen. Gut, dass sie so gekonnt darüber hinweg gehen konnte.

Haffen als Vorbild

Die zwei hatten auch Besorgniserregendes zu berichten: „Das sieht in Mehr nicht aus als würden demnächst die Frauen an die Macht kommen. Hier im mittelalterlichen Mehr haben wir weniger Rechte als im fortschrittlichen Haffen“, beschwerte sich Christa Bömer. Der Karnevalsverein aus Haffen verstand das als Kompliment und jubelte. Schließlich hat man dort ein Ortsvorsteherin. Und die hat nicht nur für eine schöne Front der Schützenhalle gesorgt. „Gut gemacht, Mädels!“, war das Fazit – im Grunde genommen auch für den ganzen Abend.

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