Heimat-Tour

Ministerin auf Heimat-Tour beeindruckt von Wasserburg Anholt

NRW-Ministerin Ina Scharrenbach trug sich auf ihrer Heimat-Tour, die auf Wasserburg Anholt startete, ins Goldene Buch der Stadt Isselburg ein – und später auch ins Goldene Buch des Schlosses. Mit dabei: Isselburgs Erster Beigeordneter Alexander Herzberg.

NRW-Ministerin Ina Scharrenbach trug sich auf ihrer Heimat-Tour, die auf Wasserburg Anholt startete, ins Goldene Buch der Stadt Isselburg ein – und später auch ins Goldene Buch des Schlosses. Mit dabei: Isselburgs Erster Beigeordneter Alexander Herzberg.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Anholt.  Auf dem Rad startete NRW-Ministerin Ina Scharrenbach ihre Heimat-Tour 2019. Los ging’s von der Wasserburg Anholt aus. Die wurde auch besichtigt.

Ina Scharrenbach, in Düsseldorf Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, staunte nicht schlecht, als sie im Ritter- bzw. Fürstensaal der Wasserburg Anholt stand und dem Schnell-Vortrag von Archivar Dr. Manuel Hagemann aufmerksam lauschte – und dann gleich eine Frage parat hatte: „Wie sind denn die Bohlen hier ‘reingekommen?“ An einem Stück, alle 16 Meter lang, im 17. Jahrhundert, wusste der Fachmann zu berichten. Bevor das Team der diesjährigen Heimat-Tour von Ministerin Scharrenbach in Richtung Borken aufbrach, wurde zum Start das imposante Schloss im Schnell-Durchlauf besichtigt.

Ministerin startete zu einer 45 Kilometer langen Radtour

Pünktlich um 9 Uhr hatten sich unter anderem alle sechs Heimatvereine aus Isselburg, der Erste Beigeordnete Alexander Herzberg, der stellvertretende Kreisdirekt aus Borken, Dr. Ansgar Hörster, sowie Landrat a. D. Gerd Wiesmann an der Wasserburg getroffen. In schwarzer Limousine folgte die Ministerin – sommerlich-leger gekleidet, in blauer Jeans, weißem Hemd und mit Helm unterm Arm. Denn von Anholt aus ging’s per Rad auf die 45 Kilometer lange Tour.

Fürsten-Familie konnte den hohen Gast nicht begrüßen

Mit der Heimat-Tour kann man am besten Land und Leute treffen. Die, die die Heimat und Regionen gestalten“, sagte der Gast aus Düsseldorf an die gut 30 Tour-Begleiter gewandt. Wer von denen nicht gleich mit dem Rad angereist war, konnte sich aus dem Fundus der Dinxperloer Firma Harm Takke bedienen, die 30 Zweiräder zur Auswahl herangeschafft hatten.

Auch wenn die Fürsten-Familie selbst in Urlaub weilte und den hohen Gast aus Düsseldorf nicht empfangen konnte, was stattdessen Burg-Direktor Michael Boland übernahm, hatte der Besuch doch etwas Besonderes. Dafür sorgte alleine schon bei bestem Sommerwetter das prächtige mittelalterliche Gemäuer mit seinen herrlichen Parkanlagen.

Nicht nur der „Dicke Turm“ beeindruckte

Und nicht minder eindrucksvoll gestaltete sich die Burgbesichtigung im Sauseschritt – hatte die Ministerin und der sie begleitende Tross an Radlern doch noch einige Kilometer zu strampeln. So ging’s nach einem Imbiss im Restaurant vorbei am „Dicken Turm“ aus dem 12. Jahrhundert unter anderem durch die 8.000 Bände umfassende Bibliothek der Burg, überwiegend mit Literatur aus dem 19. und 20. Jahrhundert, und durch den beeindruckenden Rittersaal mit der imposanten Ahnen-Galerie derer zu Salm-Salm übers barocke und im Original erhaltene große Treppenhaus zu den Gemälden.

Bei der Heimat-Tour 2020 geht’s wohl auf NRW-Wasserwege

„Zirka 800 Gemälde umfasst die fürstliche Sammlung, darunter ein echter Rembrandt“, erklärte der Archivar den staunenden Besuchern. Die sich aber dann doch wegen des engen Zeitplans in Richtung Räder bewegen mussten, während sich die Ministerin nach dem Eintrag ins „Goldene Buch“ der Stadt Isselburg noch ins entsprechende Buch der Wasserburg verewigen durfte.

Im nächsten Jahr will die Ministerin übrigens wieder auf Heimat-Tour gehen, dann voraussichtlich auf Wasserwegen im Land.

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