Deich

Mit den Deichbauarbeiten ist in Bienen begonnen worden

Die Deichsanierungsarbeiten sind angelaufen. Der erste Lehm als Fundament des Deiches ist bereits verbaut. Allerdings wird nur im Bereich der Deichrückverlegung gebaut.

Foto: Klaus-Dieter Stade

Die Deichsanierungsarbeiten sind angelaufen. Der erste Lehm als Fundament des Deiches ist bereits verbaut. Allerdings wird nur im Bereich der Deichrückverlegung gebaut. Foto: Klaus-Dieter Stade

Bienen/Praest.   Der Bau der neuen Deichtrasse hat auf einer Länge von 500 Metern begonnen. Der bestehende Deich wird derzeit noch nicht ertüchtigt.

Täglich rollen die Lastkraftwagen zur Baustelle in Bienen. Der Sand kommt aus Uedem, der Lehm vom Reeser Meer. Seit Anfang Oktober wird am neuen Deichkörper im Planabschnitt 4 Bienen-Praest gearbeitet.

„Zunächst hat man die Baueinrichtungsfläche hergestellt, um Bau- und Besprechungscontainer für Arbeiter und Geotechniker aufzustellen wie auch die Sanitäreinrichtungen“, so Projektleiter Dennis Steffen zu den Anfängen. Gleichzeitig wurde Oberboden – insgesamt 10.500 Kubikmeter – im Bereich ab Niederstraße Bienen Richtung Praest abgeschoben und auf Miete, also auf Halde, gelegt. Abgeschoben wurde auf einer Länge von zirka 500 Metern und einer Breite von 60, 70 Metern. „Mehr nicht, man kann immer nur abschnittsweise vorgehen, weil sonst – im Falle von Dauerregen – der Boden vernässen und damit nicht weitergebaut werden könnte“, erklärt Projektleiter Dennis Steffen.

Lehm dient als Deichlager

Auch der erste Lehm – von den insgesamt 8500 angekarrten Kubikmetern – ist bereits verbaut und verdichtet. Er dient als Deichlager, also als Fundament des Deiches. Darauf wird später der Sand als Stützkörper gelagert. „Noch ist nichts von den inzwischen angelieferten 2500 Kubikmetern eingebaut worden, damit kann aber jederzeit begonnen werden“, so Steffen.

Gebaut wird nur im Deichrückverlegungsbereich, also dort, wo eine neue Deichtrasse auf einer Länge von 2,3 Kilometern entsteht. „Andernfalls müssten wir ja den bestehenden Deich angreifen“, erklärt Steffen. Das sei viel zu gefährlich. Schließlich befindet man sich derzeit in der Hochwasser gefährdeten Zeit. Die beginnt am 1. November und endet am 31. März.

Bei Hochwasser ruhen die Arbeiten

Auch die neue Deichtrasse wird im Falle eines Hochwassers nicht weiter gebaut. „Wir haben auch für die aktuellen Arbeiten eine Ausnahmegenehmigung benötigt“, erklärt der Projektleiter. Die wurde ihnen seitens der Bezirksregierung Düsseldorf bis zum 31. März 2018 erteilt. Allerdings mit der Auflage, dass der Deichverband Bislich-Landesgrenze als Bauherr die Pegelstände stets im Auge behält und, sollte es hochwassertechnisch kritisch werden, die Arbeiten einstellt.

Sollten die Pegel also niedrig und das Wetter mild bleiben, wird weitergearbeitet. Derzeit rollen täglich um die 20 Laster mit Sand und Lehm zur Baustelle. Zwischen 7 und 16.30 Uhr sind sie unterwegs. Im Sommer natürlich auch länger.

Übrigens: Auch aus naturschutzrechtlichen Gründen war eine Genehmigung für die Bauarbeiten notwendig. Eine Störung der arktischen Wildgänse musste nämlich ausgeschlossen sein. „Und das können wir sicherstellen, weil der alte Deich von den Arbeiten im Winter unberührt bleibt“, erklärt Dennis Steffen. Dieser dient als Schutz für die Gänse, so dass diese nicht durch die Arbeiten gestört werden.

>> WO DER DEICH VERLEGT UND WO ER ERTÜCHTIGT WIRD

Der Planabschnitt 4 sieht die Sanierung des bestehenden Banndeichs auf einer Länge von rund vier Kilometern vor. Innerhalb der Ortschaften Bienen und Praest verbleibt der Deich weitgehend in seiner jetzigen Trasse, wird aber ertüchtigt. Zwischen den Ortschaften wird der Deich auf einer Länge von 2,3 Kilometern an die L7 (früher B8) zurückverlegt.

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